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Obwalden

Aus Zusammenarbeit entstand Freundschaft

Ein Rückblick zum 75-Jahr-Jubiläum der SRG Obwalden bereichert die Generalversammlung am Freitag, 28. März 2025.
Der aktuelle Vorstand der SRG Obwalden (von links): Anna Rohrer, Sabine Lieb, Céline Rohrer, Deborah Demuth, Marco Gasser, Christa Schmitter.
Bild: zvg

Die seit 1946 bestehende Innerschweizerische Rundspruchgesellschaft (IRG) gelangte an den Obwaldner Erziehungsrat mit dem Ersuchen, eine kantonale Sektion der IRG zu gründen. Ihr sollte die Aufgabe zukommen, den Kanton Obwalden gegenüber dem Radiostudio Bern zu vertreten und die kulturellen Interessen in Radiofragen zu wahren. Der Erziehungsrat beschloss am 9. Mai 1950 auf Vorschlag der Erziehungsdirektion, verschiedene Persönlichkeiten mit der Bildung einer Sektion zu beauftragen. Die Personen, die diese Aufgabe übernommen hatten, waren: Dr. Ignaz Britschgi, Alpnach, Niklaus Britschgi, Hotel Kreuz, Sachseln, Julian Dillier, Kerns, Otto Emmenegger, Sarnen, Franz Gasser, Lehn, Lungern, Rudolf Gasser, Landschreiber, Sarnen, Dr. Josef Hermann Hess, Erziehungsdirektor, Engelberg, Jost Marty, Lehrer, Kerns, Pater Dr. Hugo Müller, Sarnen, und Zita Wirz, Rotes Haus, Sarnen.

Bereits am 2. Juni 1950 erfolgte im Rathaus die Gründungsversammlung. Im Verlauf der Beratungen wurden die erwähnten Persönlichkeiten zum erweiterten Vorstand der IRG erklärt. Daraus bildete sich der engere Vorstand. Diesem gehörten an: Julian Dillier, Präsident, Dr. Ignaz Britschgi, Sekretär, Zita Wirz, Kassierin, und Niklaus Britschgi, Mitglied. Als weiteres Mitglied in den erweiterten Vorstand wurde Josef Fanger, Lehrer, Schwendi, gewählt. So wurde der erste Kontakt mit den Verantwortlichen des Studios Radio Bern aufgenommen. In der Folge kam es aus Obwaldner Sicht «zu einer erspriesslichen Zusammenarbeit» mit Studiodirektor Dr. Kurt Schenker und Max Bolliger, Leiter der Abteilung für Gesprochenes.

Zahlreiche Wünsche aus Obwalden

«Die Erwartungen der Radiosektion Obwalden waren zahlreich. Man wünschte jährlich ein Obwaldner Hörspiel oder eine Hörfolge aus Obwalden, einen Obwaldner Heimatabend oder eine Hörfolge über Obwaldner Brauchtum und Obwaldner Gestalten, ferner eine Sendung über ein kantonal bedeutsames Ereignis. Natürlich konnte der Berner Direktor keine festen Zusicherungen geben, stand aber den geäusserten Wünschen wohlwollend gegenüber. Dieses Wohlwollen steigerte sich mit den Jahren zu einer eigentlichen Freundschaft. So entfaltete sich eine «ideale Zusammenarbeit».

Inzwischen wurden Jost Mäder, Alpnach, Margarethe Haas, Kerns, und Paul Schorno, Giswil, neu in den Vorstand gewählt. In den späteren Jahren prägten verschiedene Personen über längere Zeit die Geschichte der heutigen SRG Obwalden. So beispielsweise Alex Höchli, Charles Christen, Angelo Garovi, Hugo Herzog, Hanny Sutter, Anny Wallimann-Küng, Esther Ettlin, Elisabeth Zurgilgen, Ruth Dillier-von Ah, Bruno Ettlin, Hanspeter Binz, Fabio Rondinelli, Armin Della Torre, Gusti Demuth, Beat Blättler, Sabine Lieb, Ursula Krummenacher und Marina Della Torre.

Der Engelberger Charles Christen war 2005 erster Preisträger des Anerkennungspreises der SRG idée suisse Zentralschweiz. Von 1969 bis 1997 war Christen Mitglied des Regionalvorstandes Radio und Fernsehen der deutschen und romanischen Schweiz (SRG DRS). Während vieler Jahre präsidierte er auch die SRG Obwalden. Im Jubiläumsjahr 2025 zählt die SRG Obwalden rund 250 Mitglieder.

Beliebtes Sendegefäss: Lokalsendungen

Seit dem Jahr 1962 wurde vom Radio Studio Bern der Obwaldner Radiosektion die Möglichkeit für die Gestaltung von Lokalsendungen geboten. Ganz allgemein darf gesagt werden, dass der Kanton Obwalden in den Lokalsendungen stets mit politischen und gesellschaftlich aktuellen Beiträgen vertreten war. Die beiden langjährigen früheren Radiomoderatoren Dr. Tino Arnold, Kurt Zurfluh und Romano Cuonz hatten zu den Verantwortlichen aus Obwalden stets «einen sehr guten Draht».

Ende Juni 1953 nahm das Schweizer Fernsehen seine Tätigkeit als Versuchsbetrieb auf. Am 1. Januar 1958 trat dieses neue Medium in eine entscheidende Phase. In den vergangenen Jahren wurden viele TV-Sendungen aus dem Kanton Obwalden mit einheimischen Kräften übertragen. Auf ein grosses Echo stiess die von Mariano Tschuor konzipierte Sendung «Bsuech im Obwaldnerland». Während einer Woche berichtete der Journalist und Fernsehmoderator im Sommer 1994 aus verschiedenen Obwaldner Gemeinden. Dabei wurde ein Gemeindeporträt mit musikalischen Einlagen am Fernsehen ausgestrahlt. Weitere beachtenswerte Sendungen waren die Landsgemeinden, aus dem Leben von Bruder Klaus sowie zahlreiche Unterhaltungssendungen mit Obwaldner Ländlerkapellen und Jodlerformationen.

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