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Gemeinsam stark

Aus drei kommunalen Feuerwehren soll eine neue gemeinsame Organisation werden

Die Gemeinden Oberdorf, Dallenwil und Wolfenschiessen informierten an einer Feuerwehrübung über die Pläne für eine gemeinsame Feuerwehrorganisation.

«Drei Feuerwehren – ein Ziel: Gemeinsam stark für das Engelbergertal!» Unter diesem Motto wollen die Gemeinderäte und die Feuerwehrkommandos von Oberdorf, Dallenwil und Wolfenschiessen aus den drei kommunalen Feuerwehren eine neue gemeinsame Feuerwehrorganisation bilden. Anlässlich einer gemeinsamen Feuerwehrprobe aller drei Feuerwehren wurden die Mannschaften laut einer Medienmitteilung über den aktuellen Projektstand informiert.

Die Feuerwehrangehörigen liessen sich über den aktuellen Projektstand informieren.
Bild: zvg

Den rund 230 Mannschaftsangehörigen der Ortsfeuerwehren von Oberdorf, Dallenwil und Wolfenschiessen habe sich zu Beginn der gemeinsamen Probe ein imposantes Bild geboten: 20 Einsatzfahrzeuge der drei Organisationen hätten sich auf dem Platz vor der Aula Zelgli in Wolfenschiessen präsentiert.

Die Übung habe einen idealen Rahmen geboten, um die Angehörigen der Feuerwehr über die Fortschritte des geplanten Zusammenschlusses der drei Feuerwehren zu einer gemeinsamen Organisation zu informieren. Ziel des Projekts sei es, die langfristige Sicherheit im Engelbergertal zu gewährleisten, Kräfte zu bündeln, Ressourcen effizient einzusetzen und die Schlagkraft bei Einsätzen weiter zu erhöhen. So müssten zum Beispiel alle drei in das Projekt involvierten Gemeinden in den nächsten Jahren substanzielle Beträge in ihre Feuerwehren investieren. Dank gemeinsamer und koordinierter Investitionen könnten die einzelnen Gemeinden entlastet werden.

Mehr Effizienz und Tagesverfügbarkeit

Die Vision «Eine Feuerwehr für unsere Region» leite das gemeinsame Vorhaben. Die Projektgruppen hätten aufgezeigt, dass sowohl Mannschaftsbestand als auch Zuständigkeiten der drei Wehren bestehen blieben, während durch die gemeinsame Struktur Effizienz und Tagesverfügbarkeit gesteigert werden könnten.

Präsentation der Fahrzeuge auf dem Vorplatz der Aula Zelgli in Wolfenschiessen.
Bild: zvg

Ein Schwerpunkt der Präsentation habe den geplanten Standort für das neue Feuerwehrlokal gebildet: Die Parzelle 410 in Wolfenschiessen, direkt unterhalb des Parkplatzes der Niederrickenbachbahn, liege zentral im Einsatzgebiet der drei Gemeinden, sei eingezont, gut erschlossen und einsatztaktisch optimal gelegen.

Um die Parzelle zonenkonform zu nutzen, werde das Gebäude nicht ausschliesslich für die Feuerwehr erstellt, sondern biete auch Raum für einen zusätzlichen Gewerbe- oder Produktionsbetrieb. Vertreter der drei Feuerwehrkommandos hätten das künftige Organigramm, die geplante Struktur des Kommandos sowie die vorgesehenen Aussenstandorte erläutert. Die Präsentation habe deutlich gemacht, dass bereits heute eng und erfolgreich zusammengearbeitet werde.

Planungskredite und Urnenabstimmungen

Für die weitere Projektentwicklung stünden zentrale Arbeiten an, so die Mitteilung weiter. Dazu gehörten die Klärung rechtlicher Fragen und der Zusammenarbeit mit Projektpartnern, die Erarbeitung der politischen Grundlagen, insbesondere von Planungskrediten, die Vorbereitung der in allen drei Gemeinden notwendigen Urnenabstimmungen sowie die laufende Information an die Bevölkerung. Die Verantwortlichen hätten betont, dass Transparenz und frühzeitige Information der Bevölkerung und der Einsatzkräfte ein zentrales Anliegen blieben.

Im Anschluss der Präsentation hätten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Fragen aus den Mannschaften zum Thema Aussenstandorte, Kosten, Termine und Mannschaftsgrösse sowie zu Szenarien, wenn eine der drei Gemeinden die Zusammenlegung ablehnen würde, beantwortet. Die Veranstaltung sei mit grossem Applaus der Feuerwehrmänner und -Frauen und einem gemeinsamen Imbiss abgeschlossen worden. (zvg/mu)

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