Zwischen dem Seeclub und dem Seewasserwerk soll das Sempacher Südufer aufgewertet werden. Das hat der Kanton Luzern schon in seinem Strategiepapier Revitalisierung Seeufer festgehalten ( wir berichteten ). Zwischen dem Seeclub und der Vogelwarte könnten Massnahmen wie Schilfpflanzungen oder die Schaffung von Feuchtgebieten umgesetzt werden. Sogar ein Steg könnte entfernt werden, um der Natur am Ufer wieder mehr Platz einzuräumen. Gemäss einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt Sempach und dem Kanton Luzern sollen mit dem Projekt «Seeufer Sempach» auch die Lebensräume der Tiere und Pflanzen und der Hochwasserschutz verbessert werden.
Bereits Anfang Jahr wurde bekannt, dass sich die Bevölkerung beim Projekt einbringen kann. Gemäss der Mitteilung fand inzwischen der erste Workshop statt. Rund 480 Hinweise und Fragen seien dabei zusammengekommen. Ziel sei, dem Planungsteam vor den Sommerferien das sogenannte Zielbild und die Zusammenstellung der Hinweise zu übergeben. «Fachplanerinnen und Fachplaner aus den Bereichen Wasserbau, Naturschutz und Landschaftsgestaltung werden bis Ende 2025 drei bis vier möglichst unterschiedliche Lösungsvarianten erarbeiten.»
Gemäss Projektleiter Claudio Wiesmann von der kantonalen Abteilung Naturgefahren zeigt ein erster Blick auf die Resultate, dass gewünscht wird, Erholungs- und Naturschutzzonen deutlicher abzugrenzen und zu kennzeichnen. Ein grosses Anliegen sei auch die Lenkung der Besucherinnen und Besucher. «Die Hinweise gehen von der konsequenteren Durchsetzung der Regeln bis zu Fragen, wie der Zugang zum See für Autofahrerinnen und Autofahrer weniger attraktiv gemacht werden kann.» Was ebenfalls klar herausgekommen sei: «Das heutige Angebot an Nutzungsmöglichkeiten soll nicht vergrössert werden.» (jh)

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