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Theater

Aufrüttelndes Schreckensbild: Junge Bühne Zug zeigt in ihrem neuen Schauspiel eine Gesundheitsdiktatur

Die Junge Bühne Zug hat Juli Zehs Roman «Corpus Delicti» fürs Theater adaptiert. Es ist die Geschichte einer Zukunft, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht geworden ist.

Die Junge Bühne Zug zeigt das Stück «Corpus Delicti» im Kinder- und Jugendtheater Metalli. 
Bild: Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Januar 2023)

In ihrem Roman «Corpus Delicti» entwirft die deutsche Autorin Juli Zeh das Science-Fiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht geworden ist. Die 30-jährige Mia Holl muss sich dabei vor einem Schwurgericht verantworten. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe, ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermass an geistiger Unabhängigkeit – genug, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden.

Diesem Stoff hat sich die Junge Bühne Zug angenommen und ihn fürs Theater adaptiert. Regie führen Mirjam Walker und Stefan Koch-Spinnler. Die beiden seien seit einigen Jahren fasziniert von der Arbeit mit zeitgenössischer Literatur, schreibt der Verein im Pressetext.

Das zeige sich auch in der Inszenierung: Ganz in Weiss getaucht, verwandelt sich die Bühne in einen Gerichtssaal, eine moderne Wohnung oder in eine kalte Einzelhaftzelle. Die Kostüme fügen sich dabei nahtlos in das futuristische Bild. Dabei würden die jungen Spielleute mit ihrem schauspielerischen Know-how überzeugen, so der Verein weiter. (tos)

Weitere Spieldaten: Donnerstag, 26.1., 17 Uhr; Freitag, 27.1., 19.30 Uhr, Samstag, 28.1., 17 Uhr, im Theater Metalli. Vorverkauf über www.kindertheaterzug.ch oder unter der Nummer 076 305 06 87. Das Stück dauert 180 Minuten.

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