Stadt Luzern

Auf der Plattform «Dialog Luzern» kann man neu Gleichgesinnte suchen

Wer für Hobbys, Sport oder Gesprächsgruppen «Gspändli» sucht, soll künftig auf der Stadtluzerner Website fündig werden.

Pop-up-Parks auf Parkplätzen, die Neugestaltung der Tribschenstrasse und die Zwischennutzung des Inselis: Das sind einige der Themen, bei denen sich die Stadtluzerner Bevölkerung auf der digitalen Partizipationsplattform «dialogluzern.ch» einbringen kann. Die Website ist seit zwei Jahren online, bisher wurden auf ihr 23 Partizipationen durchgeführt. Zum Beispiel konnten die User darüber abstimmen, welche Zwischennutzung auf dem Inseli sie bevorzugen.

Petanque-Kugeln am Nationalquai.
Bild: Bild: Patrick Hürlimann (Luzern, 2. 8. 2022)

Nun hat die Stadt die Website um eine Funktion namens «Miteinander» ergänzt, wie sie mitteilt. Privatpersonen erhalten so eine Plattform, um Gleichgesinnte zu suchen – etwa für Hobbys, sportliche Aktivitäten oder Gesprächsrunden zu bestimmten Themen. Die Impulse könnten von «einfachen Interessensbekundungen bis hin zu kleinen selbst lancierten Partizipationsprozessen» reichen, heisst es auf der Website .

Ähnliche Plattform hatte in den 2010ern keinen Erfolg

Nicht erlaubt sind Dating-, Job-, Immobilien- oder Kauf-Angebote. Auf der Website «Dialog Luzern» finden sich bereits zwei Anfragen. Bei der ersten sucht jemand Gesprächspartner für eine Austauschgruppe zum Thema Migräne, bei der zweiten «kreative Mitmenschen für ein Musical-Projekt».

Eine ähnliche Funktion im Sport-Bereich hat in den 2010er-Jahren bereits das Luzerner Start-up Spood.me angeboten. Auf dieser Plattform konnten sich Leute einer losen Hobby-Liga anschliessen und dann für Pingpong- oder Badminton-Spiele verabreden. Der Durchbruch blieb aber aus, nach einigen Jahren wurde die Plattform eingestellt.

Organisationen nutzen die Plattform «eher wenig»

Grundlage für «Dialog Luzern» ist die Software «decidim.org», die in Barcelona ihren Ursprung hat und «mittlerweile international erfolgreich» eingesetzt wird, heisst es in der Mitteilung.

Auf Dialog Luzern sind zudem rund 80 Organisationen und Quartiervereine registriert. Diese würden von den digitalen Funktionen – zum Beispiel Vorschläge einholen oder Umfragen durchführen – noch «eher wenig Gebrauch» machen. Die Stadt wolle die Plattform auch in Zukunft weiterentwickeln, heisst es in der Mitteilung. Sie sei eine wichtige Massnahme der Stadtluzerner Digitalstrategie.

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