Die Kulturkommission Andermatt lädt zu einer musikalischen Lesung: Roman Walker aus Altdorf liest und singt aus seinem Porträt «Hanns in der Gand – Soldatensänger, Liederfürst» vor. Der Andermatter Fränggi Gehrig begleitet den singenden Autor am Akkordeon. Der Anlass findet am Freitag, 5. April, um 19.30 Uhr im Seminarort «bernhard» in Andermatt statt. Der Eintritt ist frei.
Das Buch beleuchtet anhand von Volksliedern aller Landessprachen Aspekte und Lebensumstände aus dem Alltag der Zwanziger- und Dreissigerjahre. Roman Walker liest, schildert und singt und verspricht zusammen mit dem Akkordeonisten Fränggi Gehrig, einen kurzweiligen Abend im Geiste längst vergangener Jahrzehnte zu gestalten.
Ein Porträt über Kultur, Sprachen und Musik
Zweifellos: Der 1882 als polnischer «Secondo» Ladislaus Krupski geborene und unter dem Künstlernamen Hanns in der Gand bekannte Konzertsänger, entstammte einem besonderen Elternhaus. Vater und Mutter prägten seine Kindheit in Erstfeld und Altdorf weltoffen und bildungsnah, sodass Ladislaus Krupski zu seiner wirklichen Begabung fand. Nach dem Gesangsstudium wurde er im Ersten Weltkrieg zum ersten Soldatensänger der Schweizer Armee berufen. Im Zweiten Weltkrieg setzte er durch sein Wirken klare Zeichen für eine Kultur der sprachlichen Vielfalt, die auch Minderheiten schützt.
Der Urner Hanns in der Gand hat mit seinem immensen Repertoire, seiner vielseitigen Sprachkenntnis und seiner fesselnden sängerischen Auftrittskompetenz die identitätsstiftende Hauptrolle des Lebens gefunden. Als Volksliedforscher und Volksliedsänger im Dienst der viersprachigen Schweiz wurde er zur Schweizer Prominenz in Zeiten grösster Kriegsgefahr. (zvg/vb)



Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.