Als sich 1992/1993 rund 100 Mitwirkende daranmachten, mit «Attinghausen» ein neuartiges Musiktheater aus dem Boden zu stampfen, rechnete niemand damit, welch grosses Echo dieses Projekt auslösen würde: über 70 Presseartikel, ein Bericht in der Hauptausgabe der Tagesschau von SRF und ausverkaufte Vorstellungen.
Der damalige Projektleiter Franz-Xaver Nager und Christof Hirtler vom Bildfluss-Verlag planen laut einer Mitteilung die Publikation eines Hörbuchs mit zahlreichen Fotos, Dokumenten und Texten. Das Buch soll Mitte Dezember 2026 erscheinen.
Anders als etwa in der Literatur, der bildenden Kunst oder dem Film verschwinde beim Theater das geschaffene Werk, wenn der Vorhang zum letzten Mal gezogen werde. In Anbetracht der gemeinsamen Leistung sei dies schade. Zudem bringe die Sprechoper rund um den Auf- und Abstieg des Attinghauser Freiherrengeschlechts heiss diskutierte Themen wie beispielsweise Gotthardverkehr, Machtgier oder das Verhältnis zum Ausland zur Sprache – Aspekte, die heute nicht weniger aktuell seien.
Das Buch und die aufwendig nachbearbeitete Tonaufnahme sollen nun – zusammen mit Bildern, Texten und Dokumenten – eine Wiederbegegnung ermöglichen. Nicht zuletzt möchte das Hörbuch den damaligen Darstellerinnen und Darstellern ein kleines Denkmal setzen. Viele hätten das Urner Theaterleben über Jahrzehnte geprägt, die meisten hätten sich inzwischen aus dem Rampenlicht verabschiedet oder seien bereits nicht mehr unter uns. Nun würden sie nochmals wenigstens hörbar zu erleben sein. (zvg)
Aufruf an Mitwirknde
Im Rahmen der Hörbuchpublikation ist eine Zusammenkunft geplant für alle, die 1993 bei der «Attinghausen»-Produktion auf oder hinter der Bühne mitwirkten. Wegen der zumeist fehlenden Kontaktangaben werden sie (respektive ihre Nachkommen) gebeten, sich per E-Mail zu melden bei: nagerfx@bluewin.ch.

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