Zum ersten Mal unter neuer Führung fand am vergangenen Freitag die 47. Generalversammlung der Sektion Schwyz/Uri des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands Astag statt. Peter Wipfli, der seit der letzten Generalversammlung als Präsident amtet, begrüsste rund 70 Teilnehmende im Restaurant Company Lodge in Seedorf.
Vor der Versammlung fand in Flüelen ein fakultatives Vorprogramm statt. Die Teilnehmenden wurden in die Welt des autarken Lebens geführt, mit einem Besuch bei der Wikkelhouse Switzerland. Diese aus Schiffssperrholz gebauten Häuser bieten eine Alternative zu den gängigen Tiny Houses und begeistern durch ihre Langlebigkeit und Flexibilität.
Im Rahmen des Vorprogramms führte CEO Pelin Karamustafaouglu durch die Entstehungsgeschichte, den Aufbau des Wikkelhouses und durch die Zukunftsvisionen des Projekts. Im Anschluss daran gab es eine Führung durch ein Vorzeigemodell sowie Einblicke in die Werkstatt.
Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit
Peter Wipfli stieg mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr in die Versammlung ein. Über 2000 Schülerinnen und Schüler durften im Rahmen der Toten-Winkel-Schulung ausgebildet werden, eine Tatsache, die sowohl bei den Eltern, bei den Lehrpersonen, aber vor allem auch bei den Kindern mit sehr positiver Energie aufgenommen wurde. Damit trägt die Sektion Schwyz/Uri zu einer erhöhten Verkehrssicherheit bei. Auch im Rahmen des Ferienpass-Programms durften teilnehmende Kinder einen Tag lang mit dem Lastwagen fahren, was einen wesentlichen Beitrag zur Nachwuchsförderung darstellt.
Franco Digirolamo, Mitglied der Geschäftsleitung der Astag, übernahm im Anschluss das Wort. Er berichtete unter anderem über die Swiss Skills und das offene Anmeldefenster für die potenziellen Kandidaten. Auch Astag Charge, die verbandsinterne Lösung für eine bessere Nutzung der vorhandenen Ladeinfrastruktur der Mitglieder, wurde aufgegriffen. Zudem will die Geschäftsstelle in Bern in Zukunft noch näher an die Sektionen, insbesondere kleinere wie die Sektion Schwyz und Uri, herantreten.
Teurere LSV verschärft das Problem
Thierry Burkart, Zentralpräsident der Astag, berichtete vor allem aus der politischen Welt und zeigte auf, wo sich die Astag auf politischer Ebene für die Transportbranche einsetzt. Insbesondere die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA), bei der man sich im Moment gerade auf der Zielgeraden befinde und deren Ausgang jetzt in der Ständeratskommission liege, sei ihm ein besonderes Anliegen.
Die LSVA zu verteuern, werde laut Burkart keine wesentlichen Änderungen mit sich bringen und das Problem nur verschärfen. Auch die Thematik der Ladepolitik beschäftigt die Geschäftsstelle und den Vorstand der Astag sehr, und die Probleme lägen nicht innerhalb der Schweiz, weshalb eine strengere Politik innerhalb der Schweiz auch keine wesentlichen Veränderungen mit sich bringen werde.
Auch die Stausituation beschäftigt den Vorstand sehr: Durch die Ablehnung des Nationalstrassenausbaus im November 2024 sei die Güterversorgung nicht mehr gewährleistet. Mit kleinen Schritten möchte man langsam zum Ziel kommen und verhindern, dass man erneut in einer Abstimmung scheitere. Insofern sei die Devise der Politik: Lieber langsam ans Ziel als schnell in die Wand.
Thierry Burkart appellierte zum Schluss an die Mitglieder des Verbands: Die Solidarität innerhalb des Verbands soll verstärkt werden, denn nur gemeinsam komme man ans Ziel. (zvg/mu)



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