Wo wurde die Tigermücke entdeckt?
Nachgewiesen wurde die Asiatische Tigermücke am Ibelweg in Baar, direkt an der Grenze zur Stadt Zug. Der Kanton überwacht das Gebiet nun gemeinsam mit der Gemeinde Baar, der Stadt Zug und dem Schweizerischen Mückennetzwerk mit speziellen Fallen, die Mückeneier nachweisen. Diese sind für Menschen und Haustiere ungefährlich und dürfen nicht verschoben werden.
Zusätzlich werden laut Mitteilung des Kantons Schächte mit stehendem Wasser mit einem biologischen Mittel behandelt, das gezielt Mückenlarven bekämpft. Das Präparat gilt als unbedenklich für Menschen, andere Tiere und die Umwelt. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der invasiven Art möglichst zu verhindern.
Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Die Asiatische Tigermücke gilt vor allem als lästig. Im Gegensatz zur einheimischen Hausmücke sticht sie häufig auch tagsüber und ihre Stiche werden oft als unangenehmer empfunden.
Zudem kann sie Krankheiten wie Dengue-Fieber übertragen. Damit dies in der Schweiz geschieht, müsste allerdings zunächst eine infizierte Person von einer Tigermücke gestochen werden, die das Virus anschliessend auf weitere Menschen überträgt. Das Risiko einer solchen Übertragung schätzen die Behörden als derzeit gering ein.
Wie erkenne ich die Asiatische Tigermücke?
Die Tigermücke ist mit einer Körperlänge von etwa 0,5 bis 1 Zentimeter eher klein. Auffällig sind ihre schwarz-weisse Färbung, die weissen Ringe an den Beinen sowie ein durchgehender weisser Streifen auf Rücken und Kopf. Weil auch andere Mückenarten ähnlich aussehen können, ist eine eindeutige Bestimmung für Laien nicht immer einfach.

Wer eine verdächtige Mücke entdeckt, sollte sie möglichst mit einem Becher oder Glas einfangen, für einige Stunden einfrieren, fotografieren und über die Plattform des Schweizerischen Mückennetzwerks melden. Die Mücke sollte aufbewahrt werden, falls Fachleute sie genauer untersuchen müssen.
Wie kann ich verhindern, dass sich die Tigermücke ausbreitet?
Die Asiatische Tigermücke braucht nur kleinste Mengen stehenden Wassers, um ihre Eier abzulegen. Deshalb empfiehlt der Kanton, Wasseransammlungen konsequent zu vermeiden. Topfuntersetzer, Giesskannen, Vogeltränken oder Planschbecken sollten mindestens einmal pro Woche geleert und gründlich gereinigt werden.
Regentonnen sollten mit einem Deckel oder einem feinmaschigen Netz verschlossen werden. Auch offene Sonnenschirmständer, verstopfte Dachrinnen oder herumstehende Behälter können zu Brutstätten werden. Wichtig ist zudem, Wasser nicht direkt in die Kanalisation zu leeren, sondern auf einer Rasenfläche versickern zu lassen. Dort sterben die Mückenlarven innert kurzer Zeit ab.
Warum breitet sich die Tigermücke in der Schweiz aus?
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Tigermücke wurde durch den internationalen Waren- und Reiseverkehr nach Europa eingeschleppt. In der Schweiz wurde sie 2003 erstmals im Tessin nachgewiesen. Seither hat sie sich auch nördlich der Alpen ausgebreitet, unter anderem in den Regionen Genf und Basel.
Begünstigt wird ihre Ausbreitung durch den Klimawandel sowie ihre Anpassungsfähigkeit an den Siedlungsraum. Ihre Eier überstehen Trockenheit und sogar den Winter. Die Mithilfe der Bevölkerung sei entscheidend, damit sich die Tigermücke im Kanton Zug nicht dauerhaft etabliert, heisst es weiter.
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