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Kriens

Angst vor Mehrverkehr wegen Ausbau der Rengglochstrasse: Krienser Einwohnerrat fordert Massnahmen

Der Krienser Stadtrat muss sich beim Kanton dafür einsetzen, dass die neue Rengglochstrasse möglichst schnell eine Dosieranlage erhält. Am 4. Mai soll es soweit sein.
Die Rengglochstrasse wird am 15. März wieder eröffnet.
Bild: Pius Amrein (Luzern, 5. 2. 2025)

Rund ein Jahr lang war sie gesperrt. Nun wird am 15. März die Rengglochstrasse zwischen Kriens, Luzern-Littau und Malters wieder geöffnet. Das löst in Kriens nicht nur Freude aus. Weil die Strasse verbreitert worden ist und vorerst noch keine Dosieranlage im Gebiet Obernau besteht, wird eine Verkehrszunahme oder gar ein Chaos befürchtet. Im Kantonsrat – es handelt sich um eine Kantonsstrasse – und im Krienser Einwohnerrat sind deswegen Vorstösse eingegangen.

Jener im Krienser Einwohnerrat ist nun am Donnerstag behandelt worden. Es handelt sich um ein überparteiliches dringliches Postulat, das den Stadtrat dazu auffordert, sich beim Kanton dafür einzusetzen, dass bei der Wiedereröffnung der Rengglochstrasse eine Dosieranlage sowie ein Verkehrsmonitoring bereitstehen. Der Vorstoss ist mit 22 zu 7 Stimmen überwiesen worden.

Alle ausser SVP waren dafür

Damit sende man ein «klares politisches Statement an den Kanton», sagte Cyrill Zosso (Grüne), Erstunterzeichner des Postulats. Die Erweiterung der Rengglochstrasse lade zu Mehrverkehr ein, besonders für den Schwerverkehr. Kriens dürfe aber nicht zur kantonalen Staustrecke werden.

Kein Verständnis für den Vorstoss hatte die SVP. «Das Projekt hat keinen Kapazitätsausbau zur Folge», sagte Rahel Schnyder. Es gebe keinen Grund zur Annahme, dass der Verkehr zunehmen wird. Mit dem Vorstoss werde «Panikmache» betrieben. Weil es sich um eine Kantonsstrasse handelt, habe die Stadt zudem gar nicht die Möglichkeit, über das Verkehrsregime zu entscheiden. «Irritiert» über die Haltung der SVP zeigte sich Beni Stocker (Liberale Seniorinnen und Senioren). Die Zuständigkeit des Kantons für die Strasse sei kein Grund, nichts zu tun. «Wir müssen Druck machen beim Kanton.»

Ampeln gibt es jederzeit

Der Stadtrat zeigte sich bereit, den Vorstoss entgegenzunehmen. Man stehe bereits mit dem Kanton in Kontakt, sagte Bauvorsteher Maurus Frey (Grüne). Die Dosieranlage am Knoten Hergiswaldstrasse soll am 4. Mai in Betrieb gehen. Zuvor gebe es provisorische Ampeln – wenn auch ohne echte Dosierfunktion. Dies, weil die Bauarbeiten nach dem 15. März noch nicht abgeschlossen sind und der Verkehr teilweise einspurig geführt wird.

Frey führte weiter aus, dass die Dosieranlage aus Sicht der Stadt Kriens am falschen Ort geplant sei. Man hätte einen Standort ausserhalb des Siedlungsgebiets gefordert, damit es keine negativen Auswirkungen auf die Obernauer Bevölkerung und das Gewerbe gibt. Damit sei man beim Kanton aber nicht durchgedrungen. Nichtsdestotrotz sei die Zusammenarbeit mit dem Kanton gut.

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