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Andermatt

Fledermausart siedelt sich auf Golfplatz Andermatt an

Das Jahr 2025 war bei Andermatt Swiss Alps erneut von Bautätigkeiten geprägt, gleichzeitig konnten die Umweltmassnahmen konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden.
Drohnenaufnahme von Andermatt Reuss im April
Bild: Ruedi Käsermann/ASA/zvg

Seit Baubeginn im Jahr 2009 verantwortet der Umweltberater Beat Hodel die übergeordnete Umweltbaubegleitung. Unterstützt wird er durch eine lokale Umweltbaubegleitung, die im Jahr 2025 insgesamt 38 Begehungen durchgeführt hat. Die Umweltüberwachung blieb aufgrund der Bautätigkeiten von Andermatt Swiss Alps intensiv und eng abgestimmt mit den zuständigen Behörden, wie es in einer Mitteilung von Andermatt Swiss Alps heisst.

Im Jahr 2025 standen die Arbeiten in der Zone 4 im Fokus. Der Rohbau des Hotels 4C «The Alpinist Andermatt» wurde weiter vorangetrieben, die Flyover-Brücke fertiggestellt sowie zwei Mehrfamilienhäuser in Betrieb genommen. Gleichzeitig starteten die Bauarbeiten für drei weitere Gebäude. Parallel dazu werde die Entwicklung von Andermatt Reuss weiterhin durch eine umfassende Umweltbaubegleitung und ein Umweltmonitoring begleitet, die sowohl die Bautätigkeiten als auch den Betrieb des Golfplatzes und ökologische Aufwertungsmassnahmen umfassen.

Immissionsschutz: Grenzwerte eingehalten

Die eingesetzten Maschinen erfüllten die Umweltanforderungen, insbesondere hinsichtlich Partikelfilter und Emissionsstandards. Die Staubmessungen zeigten, dass die gesetzlichen Grenzwerte im Jahr 2025 «deutlich unterschritten wurden». Auch bei lärmintensiven Arbeiten konnten durch «frühzeitige Planung und Kommunikation sämtliche Anforderungen eingehalten werden». Beschwerden von Anwohnern und Gästen seien keine eingegangen.

Die Überwachung der Gewässer zeige insgesamt stabile Werte. Im Grundwasser konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Bei der Behandlung von Baustellenwasser wurden neue Massnahmen entwickelt, um punktuelle pH-Wert-Schwankungen bei Regenereignissen künftig noch besser zu kontrollieren. Ein optimiertes Entwässerungskonzept wurde gemeinsam mit den Fachstellen erarbeitet und werde ab 2026 weiter überprüft.

Neue Lebensräume für Fledermäuse

Auch im Naturschutz wurden wichtige Fortschritte erzielt. Mehrere Gebäude auf dem Golfplatz wurden als Lebensräume für die stark gefährdete Fledermausart Alpenlangohr identifiziert. Zusätzliche Massnahmen zur Förderung dieser Art würden umgesetzt.

Andermatt Swiss Alps setzt Massnahmen zur Fördrung des Alpenlangohrs um.
Bild: Getty

Zudem wurde das kantonale Naturschutzgebiet «Lebensraummosaik Neugaden» erweitert. Die Fläche vereine verschiedene wertvolle Lebensräume und leiste einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in der Region. Der Golfplatz selbst gelte weiterhin als Vorreiter im alpinen Raum: Ein grosser Teil der eingesetzten Düngemittel und Hilfsstoffe stamme aus organischer Herkunft. Der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel konnte weiter reduziert werden.

Engagement zahlt sich aus

Die Abfalltrennung und Entsorgung auf den Baustellen hätten sich weiter verbessert. Die zuständigen Behörden bewerten die Situation positiv. Auch im Bereich Bodenschutz seien gezielte Massnahmen umgesetzt worden, unter anderem durch den Aufbau neuer Grünflächen und eine sorgfältige Bewirtschaftung der Bodendepots.

«Die positiven Ergebnisse zeigen, dass sich unser konsequentes Engagement für Umwelt und Qualität auszahlt», wird Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps AG, in der Mitteilung zitiert.

Für das Jahr 2026 wird insgesamt eine reduzierte Bautätigkeit erwartet. Gleichzeitig bleibe die Umweltüberwachung auf hohem Niveau bestehen. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Jahr 2025 fliessen direkt in die Weiterentwicklung der Massnahmen ein. (zvg)

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