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Kultur

Andermatt Music: Klassische Musik im Zeichen der Menschlichkeit

«Dances and Dreams» lautet am 14. März das Motto von Andermatt Music. Ein Teil der Ticketeinnahmen fliesst in ein humanitäres Projekt.

Mit einem Benefizkonzert steht am 14. März in der Andermatt Konzerthalle die verbindende Kraft klassischer Musik im Dienst eines humanitären Ziels: Pro verkauftem Ticket fliessen 50 Franken an SAO Association, die sich in Griechenland für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder auf der Flucht engagiert. Für ihre Arbeit wurde die Organisation 2023 mit dem Rotkreuzpreis ausgezeichnet. «Wir freuen uns, diesen Konzertabend einem Projekt zu widmen, das schutzbedürftige Frauen und Kinder unterstützt und dazu beiträgt, die Lebensumstände von Menschen in einer vulnerablen Situation zu verbessern», wird Lena-Lisa Wüstendörfer, Intendantin von Andermatt Music und Dirigentin des Swiss Orchestra in einer Mitteilung zitiert.

Der Geiger Sebastian Bohren ist einer der beiden hochrangigen Solisten an diesem Benefizkonzert.
Bild: zvg

Gegründet wurde die SAO Association von Raquel Herzog. Ausgelöst durch ihre Eindrücke während eines humanitären Einsatzes im Umfeld der Fluchtrouten über Lesbos entschloss sie sich 2016, eine eigene Hilfsorganisation ins Leben zu rufen. Heute betreibt SAO je ein Tageszentrum in Athen sowie auf Lesbos, wo Frauen Schutz, professionelle psychosoziale Beratung, Sprachunterricht und konkrete Unterstützung bei der Integration erhalten. Der Name der Organisation verweist auf eine Figur der griechischen Mythologie: Sao ist eine Nereide, die Schiffbrüchige beschützt. Das Benefizkonzert zum 10-jährigen Bestehen der Organisation ist eine Kooperation zwischen dem Rotary Club Üetliberg und Andermatt Music.

Zwei Solisten der Sonderklasse

Den musikalischen Rahmen des Konzertabends bilden zwei mit der Schweiz verbundene Komponisten, wie Andermatt Music mitteilt. Frank Martin und George Templeton Strong stehen für einen klanglich farbenreichen Stil zwischen Spätromantik und früher Moderne, der bewusst an europäische Traditionen anknüpft. Im Zentrum des Konzerts stehen zwei Solisten von internationalem Rang: Der Geiger Sebastian Bohren interpretiert ein selten gespieltes Jugendwerk von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie ein poetisches Nachtstück von Paul Juon. Harfenist Alexander Boldachev setzt einen weiteren Glanzpunkt: Mit eigenen Arrangements eines Konzerts von Antonio Vivaldi, des «Danse macabre» von Camille Saint-Saëns sowie spanisch inspirierten Klängen von Isaac Albéniz entfaltet er die ganze Vielfalt der Harfe. Ergänzt wird das Programm durch die beliebte «Holberg-Suite» von Edvard Grieg. (zvg/inf)

Das Benefizkonzert «Dances and Dreams» findet am Samstag, 14. März, um 18 Uhr statt. Tickets sind zu beziehen unter https://andermattmusic.ch/de/konzerte-und-tickets/

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