Gewöhnlich klingt das Alphorn ruhig, getragen und andächtig. Überraschend anders klingt das Lochus Alphorn Quartett, das mit unkonventionellen, erfrischenden Klängen verblüfft. Die Wilhelm-Tell-Ouvertüre von Gioachino Rossini oder «The Lion sleeps tonight» von Solomon Linda – gespielt auf dem Alphorn? Geht das? Ja, und wie. Das verspricht die Ankündigung auf den Auftritt des Quartetts am Samstag, 23. Mai, in Amsteg.
Das Lochus Alphorn Quartett, das sind Rolf Willauer, Patrik Stadler, Kevin Schmid und Erwin Füchslin, vier Profimusiker aus der Innerschweiz. Zuhause sind sie in der Blasmusik, im Jazz und in der Klassik. Dank ihrer Spielfreude und dem Experimentieren mit Naturtönen sprengen die vier Musiker «die Grenzen der traditionellen Alphornmusik». Eine anspruchsvolle Aufgabe, wenn man bedenkt, dass für dieses Instrument nur 14 Naturtöne zur Verfügung stehen.
Auch für Profis eine Herausforderung
Doch dem musikalischen Leiter des Quartetts, Erwin Füchslin, gelingt es, Welthits wie «Amazing Grace» oder Volkslieder wie «Det äne am Bärgli» in eine neue und überraschende Form zu giessen. Für die vier Profis sind diese Arrangements eine Herausforderung, die sie mit Begeisterung suchen und souverän meistern. Technische Meisterstücke an schneller Zungentechnik sind die berühmte «Amboss-Polka» und jene mit ungerader 5/4-Taktart gespielte Eigenkomposition «Äs laift» des Schattdorfer Posaunisten Patrik Stadler.
Das Lochus Alphorn Quartett ist die erste Formation in der Schweiz, die neben Alphörnern auch Alpensaxofon spielt. Das kompakte Alpensax gibt den Musikern jedoch mehr Bewegungsfreiheit als das Alphorn.
Lochus Alphorn Quartett, Pfarrkirche Amsteg, Samstag, 23. Mai 2026, 20.00 Uhr. Eintritt: 20 /15 Franken (ermässigt) Reservation erforderlich: 079 416 01 31 / info@bildfluss.ch.



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