Uri

Am Tag der offenen Tür präsentiert das Schwimmbad Altdorf ein gelungenes Upgrade

Die Renovierung des Schwimmbads Altdorf und der Einbau der neuen Rutschbahn sind ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte des Altdorfer Schwimmbads – dem Sport- und Spassbad für Jung und Alt im Kanton Uri.
Die neue Rutschbahn schlängelt sich an der Aussenfassade des Moosbads in Altdorf entlang. (Bild: Claudia Naujoks (Altdorf, 12. Juni 2022))
Claudia und Sven geniessen mit ihren beiden Kindern den Aussenbereich des Moosbads. (Bild: Claudia Naujoks (Altdorf, 12. Juni 2022))
Felix Mattli, Verwaltungsratspräsident der Schwimmbadgenossenschaft Altdorf. (Bild: Claudia Naujoks (Altdorf, 12. Juni 2022))
Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. (Bild: Claudia Naujoks (Altdorf, 12. Juni 2022))
Eine Gruppe von Interessierten lauscht den Erklärungen des technischen Leiters Rafael Meier in den Katakomben des Schwimmbads. (Bild: Claudia Naujoks (Altdorf, 12. Juni 2022))

Claudia Naujoks

Claudia Naujoks

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«Das neue Bad gefällt uns sehr gut, weil die Rutschbahn nicht mehr inmitten des Raums ist. Dadurch wirkt das Schwimmbad insgesamt grösser und offener. Und die Rutsche endet auch nicht wie vorher im Becken, in dem andere schwimmen – sodass nichts mehr passieren kann», zeigten sich Alessia und Julia, Mitglieder des Schwimmklubs Uri, begeistert von den Neuerungen im Schwimmbad Altdorf. Und Claudia und Sven, die mit ihren zwei kleinen Söhnen den Gratiseintritt am Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag nutzten, erklärten: «Die Rutschbahn hat mehr Action für die Kinder und sie endet in einem separaten Auffangbecken mit einer Signalanlage am Start, die anzeigt, ob die Bahn frei ist. Dadurch ist sie sicherer.»

Bei der Urner Bevölkerung kommen die Sanierungsmassnahmen im Altdorfer Hallenbad also gut an. Aber dies war nur der erste Streich, denn: «Nach der Sanierung ist vor der Sanierung», konstatierte der Verwaltungsratspräsident der Schwimmbadgenossenschaft Altdorf, Felix Mattli, bei seiner Festansprache. Dass diese Aussage als Botschaft zu verstehen ist, dass der derzeitige Status quo ein Etappenziel ist, wurde beim späteren geführten Rundgang durch die Katakomben, wo sich die technischen Anlagen des Bads befinden, erläutert. Aber Tatsache ist, dass zunächst der bis dahin gelungene Kraftakt ausgiebig gefeiert werden durfte.

Weitere 16 Millionen Franken für Investitionen

Während des offiziellen Teils vor einigen geladenen Gästen aus Genossenschaft, Sponsoring und Politik brachten Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind sowie der Gemeindepräsident von Altdorf, Pascal Ziegler, ihre Dankbarkeit zum Ausdruck an die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer des Schwimmbads. Vor 44 Jahren habe es erstmals seine Tore geöffnet und sich im Laufe der Zeit von einem reinen Sportbad auch zu einem Spassbad gewandelt. Dies vor allem, als 2011 die Aussenanlage mit Wasserrutsche und Wellenbad eröffnet werden konnte. Da das Bad sich nicht aus Eigenmitteln trägt, es aber ein Grundbedürfnis der Urner Bevölkerung decke und eine zentrale, wichtige Infrastruktur darstelle, sei es im Interesse der öffentlichen Hand, den Fortbestand zu sichern. Weitere 16 Millionen Franken für Investitionen sind freigegeben bis 2051. So sind die Weichen gestellt für weitere Sanierungsmassnahmen.

Pascal Ziegler lud ein, einmal mit der Eggberge-Luftseilbahn die Vogelperspektive einzunehmen und das Bad von oben anzuschauen. 573 Fotovoltaik-Module auf einer Fläche von 44 Quadratmetern sollten – so die Erwartung, weil die Anlage noch kein Jahr in Betrieb ist – Strom für 50 Haushalte pro Jahr liefern. Das wäre eine Produktion von jährlich 200'000 Kilowattstunden. Dass das Stimmvolk sich mit hoher Beteiligung für Nachhaltigkeit bei der Energieversorgung ausspricht, erfülle ihn mit Stolz, so der Gemeindepräsident.

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen?

Aber nicht nur auf dem Dach, sondern auch im Keller gab es interessante Dinge zu entdecken. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Erläuterungen zur Heizungsanlage, zur Stromversorgung sowie zur Aufbereitung des Wassers. Dieses durchläuft eine Reihe von Filtern, einen Ozontank zur Desinfektion und eine pH-Wert-Neutralisierung. Zusammen mit der Einbringung von Chlor wird es praktisch keimfrei gemacht. Das Wasser zirkuliert ununterbrochen durch die Anlage und wird immer wieder aufbereitet. Einmal im Jahr während der Wartungsarbeiten wird es sauber in den Dorfbach abgelassen und die Becken werden mit neuem Wasser aufgefüllt.

Bei einem vom Team des Restaurants Moosbad hingezauberten, köstlichen Apéro aus verschiedenen Sorten Fingerfood wurde auf die nächste Sanierungsetappe angestossen. Denn wie so trefflich der ehemalige deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann zitiert wurde: «Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.»

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