Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion für die Weiterentwicklung der Palliative Care in Uri. Der nun vorliegende aktualisierte Aktionsplan Palliative Care beinhaltet die von der Steuergruppe erarbeiteten Massnahmen und somit die Grundlage für die Weiterentwicklung der Palliative Care in Uri, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons Uri.
Überarbeitung Aktionsplan
Basierend auf der nationalen Palliative-Care-Strategie hat die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion im Juni 2019 die Arbeitsgruppe Palliative Care Uri beauftragt, einen kantonalen Aktionsplan Palliativ Care zu erstellen. Um die Umsetzung dieses Aktionsplans ab dem Jahr 2020 und folgende voranzutreiben, wurde eine Projektleitung eingesetzt. Zudem wurde die ehemalige Arbeitsgruppe in eine Steuergruppe umgewandelt und deren Zusammensetzung wurde erweitert.
Es gibt schwerkranke Menschen, die keine Aussicht auf Heilung mehr haben. Umso wichtiger ist es, die verbleibende Lebenszeit so gut wie möglich zu gestalten. Palliative Care verbessert die Lebensqualität von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Sie beugt Leiden und Komplikationen vor und beinhaltet medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung am Lebensende. Auch die Angehörigen werden einbezogen und angemessen unterstützt. (sim)
Bis Ende 2025 waren gemäss Medienmitteilung die meisten Massnahmen aus dem Aktionsplan vom 8. April 2020 umgesetzt worden – darunter Massnahmen zur Weiterbildung medizinischer und pflegerischer Fachpersonen, die Entwicklung und Implementierung eines kantonalen Behandlungs- und Therapieplans, jährliche Veranstaltungen für die Öffentlichkeit, Weiterbildungsveranstaltungen und Netzwerktreffen oder der 24/7 Support für Fachpersonen durch die Palliative Care des Spital Schwyz.
Deshalb wurde der Aktionsplan an einem Validierungsworkshop gemeinsam mit dem kantonalen Akteure-Kreis weiterentwickelt und überarbeitet. Nun liegt der überarbeitete Aktionsplan für die Umsetzung in den nächsten Jahren vor, geht weiter aus der Mitteilung hervor. Der Aktionsplan wurde Ende Juni vom Regierungsrat zur Kenntnis genommen und ist unter www.ur.ch/palliativecare publiziert.
Bewährtes weiterführen und Lücken schliessen
Mit Palliative Care soll die verbleibende Lebenszeit von schwerkranken Menschen, die keine Aussicht auf Heilung haben, und deren Angehörigen, so gut wie möglich gestaltet werden. Dabei steht die Würde des Menschen im Zentrum. Diese Ziele sollen mithilfe des überarbeiteten Aktionsplans Palliative Care erreicht werden.
Der aktualisierte Aktionsplan beschreibt elf Massnahmen. Diese sollen die interprofessionelle Zusammenarbeit weiter optimieren, tragfähige Betreuungsnetzwerke aufbauen, die Fachkompetenzen im medizinischen und pflegerischen Bereich weiterentwickeln sowie die Bevölkerung über einen proaktiven Umgang mit Fragen zum Lebensende informieren. Die Steuergruppe Palliative Care Uri bleibt das Organ, das die Umsetzungsarbeiten interprofessionell begleitet und koordiniert. (sim)



Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.