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Statistik

Aargauerinnen kommen, Zug bleibt wichtigstes Ziel: So laufen die Pendlerströme in Luzern

Der Arbeitsweg führt für viele Luzernerinnen und Luzerner über die Kantonsgrenze hinaus. Neue Zahlen zeigen, wer wohin geht und wer woher kommt.
Pendlerinnen und Pendler laufen durch den Bahnhof Luzern.
Bild: Boris Bürgisser (14. 4. 2025)

Der Arbeitsweg führt für viele Luzernerinnen und Luzerner über die Kantonsgrenze hinaus. Neue Zahlen zeigen: Während viele in wirtschaftsstarke Nachbarkantone abwandern, kommt ein ähnlich grosser Strom zurück.

Zu- und Wegpendlerinnen sind fast ausgeglichen

Die Pendlerbilanz des Kantons Luzern ist 2024 beinahe ausgeglichen, wie Zahlen von Lustat Statistik Luzern aus dem Jahr 2024 zeigen. Rund 38’800 Personen pendeln aus Luzern heraus, während 38’300 in den Kanton einpendeln. Das ergibt ein minimales Minus von 600 Personen. Zum Vergleich: 2014 lag dieses Defizit noch bei 5200. Luzern hat sich also deutlich stabilisiert – der Arbeitsmarkt wirkt zunehmend ausgeglichen.

Vier von fünf arbeiten nicht dort, wo sie wohnen

Pendeln ist die Norm: 80 Prozent der Erwerbstätigen im Kanton Luzern verlassen für die Arbeit ihre Wohngemeinde. Nur gut ein Viertel bleibt innerhalb der eigenen Gemeinde, mehr als die Hälfte pendelt in eine andere Luzerner Gemeinde.

Zug zieht Luzerner an

Der wichtigste Zielkanton für Wegpendler ist klar Zug: 11'700 Luzernerinnen und Luzerner arbeiten dort – das entspricht rund 30 Prozent aller interkantonalen Wegpendler. Die Bilanz ist deutlich negativ: Luzern verliert gegenüber Zug 7700 Personen. Auch gegenüber Zürich (-1700) ist der Saldo negativ. Das zeigt: Wirtschaftsstarke Zentren ziehen weiterhin Arbeitskräfte an.

Aargau ist der wichtigste «Lieferant»

In die andere Richtung dominiert der Kanton Aargau: 11’400 Personen pendeln von dort nach Luzern – sie machen rund 30 Prozent der Zupendler aus. Danach folgen Nidwalden (5000), Zug und Schwyz (je 4000) sowie Zürich (3900). Insgesamt erzielt Luzern gegenüber Aargau einen klaren Überschuss von +4400 Personen. Auch mit Nidwalden (+700), Schwyz (+1600) oder Obwalden (+1300) weist Luzern positive Saldi auf. Die Zentralschweiz funktioniert also stark als regionaler Arbeitsraum.

Stadt und Agglomeration Luzern als Drehscheibe

Ein grosser Teil der Pendelbewegungen konzentriert sich auf die Agglomeration Luzern: 23’300 Zupendlern stehen dort 23’400 Wegpendlern gegenüber – praktisch ausgeglichen. Auffällig ist: Während die Agglo gegenüber Zug stark verliert (-5200), gewinnt sie etwa gegenüber Aargau (+2500). Die übrigen Regionen im Kanton zeigen ebenfalls ein leicht negatives Bild (-500), bleiben aber insgesamt stabil.

Fazit

Luzern steht heute deutlich stabiler da als noch vor zehn Jahren. Die Pendlerströme gleichen sich fast aus – auch wenn wirtschaftsstarke Zentren wie Zug und Zürich weiterhin anziehen und Luzern vor allem aus dem Aargau und der Zentralschweiz Zuwachs erhält.

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