Beim Neubau der Nationalstrasse A8 zwischen Giswil und Lungern ist am Donnerstag ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: Um 11 Uhr erfolgte der Durchschlag des rund zwei Kilometer langen Tunnels Kaiserstuhl. Damit sind die Vortriebsarbeiten rund zwei Jahre nach ihrem Start abgeschlossen.
Die Arbeiten hatten im Juli 2024 auf der Nordseite begonnen. Der Tunnel wurde im Sprengvortrieb erstellt, wobei sich der Fels auf rund zwei Dritteln der Strecke als vergleichsweise günstig erwies. Auf dem letzten Abschnitt verlangsamten jedoch Kieselkalkschichten und Wassereintritte den Vortrieb. Von Süden aus mussten die Mineure rund 200 Meter Lockergestein durchqueren. Dafür wurde der Untergrund mit sogenannten Jetting-Säulen verfestigt, um einen sicheren Ausbruch zu ermöglichen.
Mit dem Tunnel Kaiserstuhl entsteht ein zentraler Teil des letzten noch fehlenden Abschnitts der Nationalstrasse A8 zwischen dem Lopper und Lungern. Die neue Verbindung soll den Verkehr besser vor Naturgefahren schützen, die Verkehrssicherheit erhöhen und den schnellen vom langsamen Verkehr trennen.
Trotz des Durchschlags bleiben die Bauarbeiten noch mehrere Jahre im Gang. Die Eröffnung des neuen Nationalstrassenabschnitts ist nach Angaben des Bundesamts für Strassen (Astra) für Dezember 2029 vorgesehen. (rem)
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Fakten zum Tunnel
Länge: 2089 Meter
Steigung: 6,5 Prozent
Höhendifferenz: 135 Meter
Zentralen: 2 oderirdische und zwei unterirdische
Fluchtstollen: 11 Stück (alle 150 Meter)
Geologie: Amdener Mergel, Seewerkalk, Garschella- Formationen, Schwalmeren Schichten, Kieselkalk, Lockergestein
Verkehr: 2 Spuren im Gegenverkehr
Ausstellbuchten: 2 Stück in den Drittelpunkten
Lüftung: 10 Strahlventilatoren (Längslüftung), 2 Abluftventilatoren (Brandabsaugung), 2 Sicherheitsstollen-Ventilatoren
Kosten: 268 Millionen Franken (97 Prozent Bund, 3 Prozent Kanton Obwalden)




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