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Obwalden

93 bezahlbare Wohneinheiten sollen in Engelberg entstehen

Die Wohnraum für Engelberg AG hat ihr Baugesuch für das Projekt «Bezahlbarer Wohnraum für Engelberg» eingereicht. Dem zugrunde liegt der vom Regierungsrat genehmigte Quartierplan «Obere Erlen».

Die Vertreter des Benediktinerklosters, der Bürgergemeinde Engelberg und der Einwohnergemeinde Engelberg hatten eine Menge an Dokumenten und Planunterlagen zu unterschreiben. Jetzt ist das Baugesuch für das Projekt «Bezahlbarer Wohnraum für Engelberg» auf dem Bauamt Engelberg deponiert. Darüber informiert eine Medienmitteilung des Klosters Engelberg.

Daniel Amstutz (Kloster), Manuele Pinelli (SHB Architekten), Markus Langenstein (Bürgergemeinde), Danny Röthlin-Beng (SHB Architekten) und Bendicht Oggier (Gemeinde) bei der Unterzeichnung der Baueingabedossiers (von links).
Bild: zvg

Die Vertreter der drei Institutionen sprechen von einem wichtigen Schritt. «Mit der Abgabe des Baugesuchs können nun die amtliche Ausschreibung sowie das Ausstecken mittels Profilstangen auf dem Baugrundstück ‹Obere Erlen› erfolgen», sagt Daniel Amstutz, Verwaltungsratspräsident der Gesellschaft Wohnraum für Engelberg AG. Der im September 2024 gegründeten Aktiengesellschaft gehören zu gleichen Teilen und als gleichberechtigte Partner das Benediktinerkloster sowie die Einwohnergemeinde Engelberg und die Bürgergemeinde Engelberg an.

Quartierplan «Obere Erlen» als Grundlage

Der im Jahre 2019 vom Regierungsrat des Kantons Obwalden bewilligte Quartierplan «Obere Erlen» sieht sieben Baufelder für Hochbauten sowie ein Baufeld für eine Tiefgarage vor. Entsprechend dieser rechtsverbindlichen Vorgabe wurde die Planung für die Realisierung von bezahlbaren Wohneinheiten für Engelberg in Angriff genommen. Initiantin dieses Projekts ist das Benediktinerkloster Engelberg, das vor acht Jahren die Quartierplanung im Zuge des geplanten Käserei-Neubaus in Auftrag gegeben hatte. Da dieses Projekt nicht zur Realisierung kam, entschied sich die Klostergemeinschaft dafür, diese Parzelle nicht an einen Investor abzugeben, sondern für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum den drei genannten Institutionen Baurecht zur Verfügung zu stellen. Seit Mai 2023 haben nun die drei Partner das Projekt so weit forciert, dass nun die Baueingabe erfolgen konnte.

Der Quartierplanperimeter umfasst eine Fläche von 9340 Quadratmetern. Entstehen sollen darauf gemäss Baueingabe sechs Wohnhäuser sowie ein Gewerbe- und Wohnhaus. Total entstehen 93 Wohneinheiten. Hinzu kommen im Gewerbegebäude rund 1900 Quadratmeter als Nutzfläche. In den sechs Wohnhäusern sowie im Attikageschoss des Gewerbegebäudes sind 48 Wohneinheiten mit 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen vorgesehen. Die 45 Studio- und weitere 2,5-Zimmer-Wohnungen befinden sich alle im Gewerbegebäude und sind für Hotels und Betriebe gedacht, die dringend Mitarbeiterwohnungen in Engelberg benötigen und selber keine Wohnungen für ihr Personal erstellen können. Bereits heute werden in Engelberg viele grössere Wohnungen als Mitarbeiter-Wohngemeinschaften genutzt. «Sie werden dann wieder für Familien frei», hofft Verwaltungsratspräsident Daniel Amstutz und ergänzt, «dass umfassende Abklärungen in Zusammenarbeit mit einheimischen Immobilienbewirtschaftern den hohen Bedarf an diesem Wohnungstyp aufgezeigt haben.»

Keine Zweitwohnungen erlaubt

Während die Baueingabe nun beim Bauamt Engelberg zur Prüfung und Bewilligung liegt, gehen im Hintergrund weitere für das Projekt wichtige Schritte vonstatten. So wird unter anderem das Reglement fertiggestellt, das die Vergabekriterien für die Wohneinheiten regeln wird. Klar ist, dass die Aktiengesellschaft keine Vermietung als Zweitwohnungen zulassen wird. Auch eine Vermietung via Airbnb usw. wird nicht erlaubt sein.

Die Vergabe der Wohnungen soll nach einem klar definierten Punktesystem an Personen mit Wohnsitz in Engelberg – unter Berücksichtigung von Bürgerrecht, Wohnsitzdauer sowie Verhältnis von Wohnungsgrösse und Belegung – erfolgen. Um dem Anspruch nach bezahlbarem Wohnraum für Engelberg gerecht zu werden, wurden drei beziehungsweise vier Grundrisstypen von dem für die Architektur verantwortlichen Büro SHB Architekten entwickelt.

Auch dank der Begleitung und voraussichtlichen finanziellen Unterstützung durch das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) werden die Mietkonditionen fair ausfallen. Laut Verwaltungsratspräsident Daniel Amstutz «können die Mietpreise tiefer angesetzt werden, als dies bei sonstigen Neubauwohnungen heute in Engelberg der Fall wäre». ( zvg )

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