Sterbebegleitung

32 Menschen in den Tod begleitet

Seit 30 Jahren sorgt in Obwalden eine Stiftung dafür, dass niemand alleine sterben muss. Neu präsidiert die Hebamme Helen Imfeld die Emma Gremli-Schäli-Stiftung.
Helen Imfeld und Franz Enderli (Mitte) sowie Vizepräsidentin Gaby Enz und Suzanne Kristiansen (Sekretariat, rechts)
Bild: zvg

In den sieben Obwaldner Gemeinden besteht eine Gruppe von Freiwilligen, die sich in der Sterbebegleitung engagieren. Die rund 70 Sterbebegleiterinnen und -begleiter waren 2024 während 85 Nächten im Einsatz und begleiteten dabei 32 Sterbende in Altersheimen, im Spital oder in der Privatwohnung. «Diese Zahlen liegen etwas unter den Begleitungen der beiden Vorjahre», wie es in einer Mitteilung der Stiftung Emma Gremli-Schäli heisst. Mit diesen «Sitzwachen» werden Angehörige in den belastenden Tagen des Sterbeprozesses entlastet und unterstützt. Sterbebegleitung als «Sitzwache» bedeutet vor allem «Da-Sein», am Sterbebett wachen und aufmerksam die sterbende Person begleiten. Kein Mensch soll auf der «letzten Wegstrecke» allein sein. Dies sei der Wille von Emma Gremli-Schäli gewesen, die 1995 die gleichnamige Stiftung für Sterbebegleitung gründete.

Helen Imfeld gewählt

An seiner Frühjahrssitzung Mitte April wählte der Stiftungsrat Helen Imfeld, Hebamme aus Lungern, zur neuen Präsidentin. Sie tritt die Nachfolge von Franz Enderli an, der nach sieben Jahren das Stiftungspräsidium weitergibt.

Am 27. Mai lädt die Stiftung zum Vortrag von Trauerbegleiterin Katharina Keel zum Thema «Wenn Tränen auch mal bunt sein dürfen» im Kantonsspital Sarnen ein. Infos unter www.sterbebegleitungobwalden.ch (zvg)

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