Gemeinsam mit der Urner Regierungsrätin Céline Huber und den Skisportlern Michelle Gisin und Luca De Aliprandini wurden die ersten Bäume von insgesamt rund 8000 geplanten Pflanzungen gesetzt. Ziel des Projekts sei die langfristige Verjüngung und Stabilisierung des Urner Schutzwalds im Hinblick auf den Klimawandel, heisst es in einer Mitteilung der Helvetia Versicherung. «Mit diesem Projekt stärken wir gezielt die Sicherheit kommender Generationen und die Widerstandsfähigkeit unserer Schutzwälder gegenüber dem Klimawandel», wird Simon Weiner, Leiter Vertriebsverbund und Marktbearbeitung der Helvetia Versicherung, zitiert.
Der Schutzwald oberhalb von Wassen schützt Siedlungen und Verkehrswege vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag und Murgängen. Der Klimawandel stellt den Urner Wald zunehmend vor grosse Herausforderungen: Trockenheit, Stürme, Waldbrände und Schädlingsbefall gefährden seine Stabilität. Mit der Pflanzung klimafitter Baumarten soll diese Schutzfunktion langfristig gesichert werden. Deshalb setzt das neue Schutzwaldprojekt auf widerstandsfähige Baumarten. Das Projekt im Neiselenwald sei Teil langfristiger Massnahmen zur Sicherung und Erhaltung des Urner Schutzwalds. In den kommenden Jahren werden weitere Pflanzungen und Pflegemassnahmen umgesetzt. So kann der Urner Wald auch künftig seine Schutz- und Klimafunktionen erfüllen.
Politiker und Sportler pflanzen gemeinsam Bäume
Am Donnerstag, 28. Mai, war es so weit. Ausgerüstet mit Schaufeln und Pickeln pflanzten Vertreter der Urner Politik und des Forstdiensts zusammen mit den Skistars Michelle Gisin und Luca De Aliprandini sowie Vertretern der Helvetia Versicherungen die ersten Bäume im Neiselenwald. Michelle Gisin zeigte sich beeindruckt vom gemeinsamen Engagement: «Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich für den Erhalt unserer Natur einsetzen. Schutzwälder schützen nicht nur unsere Landschaft, sondern auch die Menschen, die hier leben und durchfahren.»
Entwickelt wurde das Schutzwald-Pflanzungsprojekt im Rahmen der Strategie «Holzkreislauf Uri», die der Kanton Uri zusammen mit der Korporation Uri und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Wald- und Holzwirtschaft, Politik, Verwaltung und Bildung umsetzt. Die Realisierung des Pflanzungsprojekts erfolgt unter fachlicher Leitung des Amts für Forst und Jagd und in Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben der Korporationsbürgergemeinden. (rwi/zvg)



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