Sachseln

40 Jahre Stiftung Felsenheim, Lebensart im Alter: Ein Ort mit Weitblick und Herz

Vor 40 Jahren wurde die Stiftung Felsenheim in Sachseln gegründet. Beim Jubiläumsanlass blickten Verantwortliche auf die Entwicklung vom Neubau bis zum heutigen Alters- und Pflegezentrum mit 79 Wohnplätzen zurück.

«Die Gebäude haben sich verändert, die Anforderungen haben sich verändert. Geblieben ist die Überzeugung, dass jeder Mensch Wertschätzung, Würde und Geborgenheit verdient. Diese Haltung hat das Felsenheim in den vergangenen 40 Jahren getragen und wird es auch in Zukunft tragen», sagte der aktuelle Stiftungsratspräsident, Cyrill Omlin, zum Abschluss seiner Rede. Doch von vorne.

Am vergangenen Samstag, 19. September, feierte die Stiftung Felsenheim, Lebensart im Alter in Sachseln ihr 40-jähriges Jubiläum. Am Anlass nahmen mit wenigen Ausnahmen alle bisherigen und aktuellen Stiftungsratspräsidenten und -präsidentinnen, Stiftungsratsmitglieder, Vertretungen des Gemeinderats, der Gemeindeärzte und -ärztinnen, der Pfarrei sowie Mitglieder der IG Felsenheim teil.

Der Anlass stand ganz im Zeichen der 40-jährigen Entwicklung der Stiftung Felsenheim mit ihren drei verschiedenen Bauetappen, den entsprechenden Voraussetzungen sowie den Menschen, die diese Entwicklungen geprägt haben, wie einer Mitteilung der Stiftung zu entnehmen ist.

Erster Neubau folgte 1998

Die Stiftung wurde am 30. September 1986 im Auftrag der Einwohnergemeinde Sachseln gegründet. Unter der Leitung des ersten Stiftungsratspräsidenten Albert Greuter selig entstand die Vision eines Hauses für betagte und pflegebedürftige Menschen in Sachseln. Ein erster grosser Meilenstein erfolgte mit der Fertigstellung des Neubaus Felsenheim 1998. Das markante Gebäude oberhalb von Sachseln gab schon damals zu reden. Die Lage oberhalb von Sachseln wurde damals kritisch beurteilt. Es hiess: «Zu weit weg vom Dorf.» Aber ein Baugrund im Dorfzentrum kam damals auch aus Kostengründen nicht infrage. Das frei werdende Caritasheim kam deshalb für die Stiftung gerade wie gerufen. Heute ist das Felsenheim gut an den öffentlichen Verkehr angebunden und die Lage ist gleichzeitig das Kapital der Institution. Der wunderschöne Ausblick auf See und Berge sowie das Vorhandensein eines Balkons zu jedem Einzelzimmer werden von allen Bewohnenden sehr geschätzt.

2008 erfolgte die Eröffnung des Gebäudeteils Felsenheim West und als Letztes wurde 2022 der Gebäudeteil Felsenheim Nord eingeweiht. Heute beherbergt das Felsenheim 70 Personen im Pflegewohnen, fünf Personen im Betreuten Wohnen und vier Personen im Assistierten Wohnen.

Immer wieder Verantwortung übernehmen

Der aktuelle Stiftungsratspräsident, Cyrill Omlin, führt in seiner Festansprache aus: «Das Vorhaben konnte über die Jahre nur gelingen, weil viele Menschen immer wieder Verantwortung für das Wohl von älteren und pflegebedürftigen Menschen übernommen haben. Es waren Menschen mit Weitblick, Menschen mit Mut und vor allem Menschen mit Herzblut.» Weiter führt er aus: «Die eigentliche Geschichte des Felsenheims wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern geschrieben. Jeder Mensch, der im Felsenheim lebt, bringt seine eigene Geschichte mit. Diese Geschichten leben im Felsenheim weiter.»

Für den Stiftungsrat und die Mitarbeitenden ist gemäss Mitteilung indes klar: Die Würde und der Respekt jeder Person gegenüber sowie die Gewährung der Selbstbestimmung sind nicht nur schöne Worte, sie sind gelebter Alltag. Cyrill Omlin bringt es mit den folgenden Worten auf den Punkt: «Wir schenken den Jahren nicht einfach Leben. Wir schenken dem Leben in diesen Jahren Bedeutung.» In seiner Ansprache dankt er insbesondere allen Angehörigen. Sie begleiten ihre Eltern, Grosseltern, Partner und Partnerinnen oft über viele Jahre hinweg. Dieses Engagement setzen sie auch dann fort, wenn Angehörige ins Heim ziehen. Einen besonderen Dank richtet er an alle Mitarbeitenden des Felsenheims. Er sagt: «Sie sind das Herz des Hauses. Viele ihrer Leistungen bleiben für die Öffentlichkeit oft unsichtbar. Ein freundliches Wort. Eine helfende Hand. Ein offenes Ohr. Ein Lächeln. Deshalb gebührt allen Mitarbeitenden von früher bis heute unser aufrichtiger Dank und grosse Wertschätzung.» (rwi/zvg)

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