Die traditionelle Abschlussfeier der angehenden Landwirtinnen und Landwirte EFZ sowie Agrarpraktiker EBA fand auch in diesem Jahr am BWZ Giswil statt. Bereits am Samstagvormittag durften die Absolventinnen und Absolventen ihre eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse in der Aula Cher in Sarnen oder in der Turmatthalle in Stans entgegennehmen, wie es in der Mitteilung der Bauernverbände UR/NW/OW heisst.
Insgesamt konnten 21 junge Berufsleute ihren erfolgreichen Lehrabschluss feiern. Mit Trinkeln bestückt und festlich gekleidet – die einen in Tracht, die anderen im Sennergewand – zogen sie bis zum BWZ Giswil, wo sie Lehrmeister und Angehörige herzlich begrüssten. Nach einem Apéro genossen die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Familien und Gästen eine feine Portion Obwaldner Älplermagronen und stiessen auf den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung an.
Ob Kuhkomfort oder Pflanzenbestände
Anschliessend blickte das Lehrerteam in der Vertretung von Ueli Zemp auf die zwei oder drei Lehrjahre zurück. An verschiedensten Exkursionen konnten die Lernenden ihr Wissen und ihre Erfahrungen erweitern. So besuchte man regionale Betriebe und bewertete den Kuhkomfort, Pflanzenbestände sowie allfällige Massnahmen zur Verbesserung. Neben dem neu erlernten Fachwissen gehörte der gemeinsame Austausch dazu. Ausserdem wurde in der Projektwoche zur Tierhaltung die Rindfleischproduktion genau unter die Lupe genommen.
Als zweitägige Abschlussexkursion begab man sich nach Deutschland, um die Landwirtschaft ausserhalb der Landesgrenze kennenzulernen. Im Haus der Firma Sauerburger erhielt man vom Inhaber selbst eine Führung durch den gesamten Betrieb. Weiter wurden verschiedene Milchwirtschaftsbetriebe mit teils über 300 Milchkühen besichtigt und studiert. Ueli Zemp wies auf die Wissenskurve hin. Wenn junge Landwirte die Verantwortung als Betriebsleiter übernehmen, stellen sie oft fest, dass ihnen trotz ihrer Ausbildung noch nicht alle Erfahrungen und Kenntnisse zur Verfügung stünden. Gerade in dieser Phase sei es wichtig, die Herausforderung anzunehmen und eine Lösung für die verschiedensten Knacknüsse zu finden.
Viel Freude und Erfüllung
Der Bauernverband (BV) Nidwalden und Obwalden überreichte die besten Grüsse und bedankte sich für die einwandfreie Organisation der Abschlussfeier. Markus Filliger, Vorstandsmitglied vom BV Nidwalden, wandte sich an die erfolgreich abgeschlossenen Landwirte und verwies auf die bevorstehende Agrarpolitik 2030+. Die jungen Berufsleute betreffe die neue Agrarpolitik und sie werde ihr tägliches Brot werden. Darum sei es auch wichtig, dass die jungen Berufskollegen sich damit befassten und Einfluss nehmen würden.
Doch nicht nur die Lehrabgänger feierten den Erfolg, sondern auch ihre Lehrmeister. Die Verbände bedankten sich für den grossen Einsatz bei der Ausbildung der jungen Landwirte. Damit würde der Grundstein für die berufliche und persönliche Zukunft gelegt. Für die Zukunft wünschte Markus Filliger den Absolventinnen und Absolventen viel Freude und Erfüllung bei ihrer Arbeit. Gleichzeitig dankte er ihnen für ihren Einsatz zugunsten der Landwirtschaft und wünschte ihnen auf ihrem weiteren Berufsweg viel Erfolg. (zvg)
Die Absolventinnen und Absolventen
Landwirte EFZ
Achermann Elin, Büren NW
Arnold Dario, Wolfenschiessen
Durrer Jonas, Wolfenschiessen
Gobeli Elio, Matten (St. Stephan)
Hurschler Helen, Dallenwil
Imfeld Mathias, Lungern
Imfeld Reto, Stalden (Sarnen)
Imfeld Silvan, Lungern
Joller Marco, Wolfenschiessen
Kiser Markus, Ramersberg
Kiser Sarah, Ennetmoos
Ming Fabian, Stalden
Murer Lukas, Emmetten
Niederberger Andrin, Wolfenschiessen
Odermatt Fabian, Büren NW
Schilter Stefan, Giswil
von Holzen Patrick, Obbürgen
von Rotz Tobias, St. Niklausen
Wallimann Beat, Alpnach
Zimmermann Joel, Buochs
Agrarpraktiker EBA
Florian Schallberger, Lungern

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