Der Bund kürzt die Subventionen für Jugend und Sport (J+S) ab kommendem Jahr um 20 Prozent. Als Grund wird der wachsende Zulauf an Kindern und Jugendlichen sowie Sparvorgaben des Bundes angegeben. Die Kürzungen erfolgen trotz steigender Nachfrage nach Sportangeboten.
Für die IG Sport Luzern ist diese Begründung unverständlich. Sie zeigt sich in einer Mitteilung alarmiert über die geplante Kürzung. «Dass der Erfolg eines Förderprogramms mit finanziellen Kürzungen bestraft wird, ist höchst irritierend», sagt Michèle Albrecht, Präsidentin von IG Sport Luzern.
J+S gilt seit über 50 Jahren als Erfolgsmodell der Schweizer Sportförderung. Mit rund 75 Prozent sportlich aktiver Bevölkerung pro Woche ist Bewegung ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Gerade bei der Jugend zeigt sich ein positiver Trend: mehr Aktivität, mehr Teilhabe, mehr Integration. Dies droht nun ins Wanken zu geraten.
Verband fordert Aufstockung statt Kürzung
Die Kürzung der Subventionen gefährde nicht nur die Vielfalt an Sportarten, sondern auch die Erschwinglichkeit der Angebote. Neue Sportarten könnten künftig nicht mehr ins J+S-Programm aufgenommen werden, bestehende Aktivitäten müssten zurückgefahren werden. Viele Vereine stünden unter zusätzlichem finanziellem Druck – besonders jene, die bereits stark auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind. «Der Beitragssatz ist entscheidend für die niederschwellige Zugänglichkeit», so Albrecht. Wenn Lagerbeiträge steigen oder Mitgliederbeiträge erhöht werden müssten, treffe das ausgerechnet die jüngsten Sportlerinnen und Sportler.
Die IG Sport Luzern fordert daher keine Kürzungen, sondern eine Aufstockung des Budgets. Nur so liessen sich Planungssicherheit, Angebotsvielfalt und Chancengleichheit im Breitensport langfristig sichern. Der Sport sei nicht nur Bewegung – sondern auch Bildung, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt. (rem)

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