Blauring Altdorf gegen die Wildnis: Mit diesem Motto reisten 51 motivierte Blauringmädchen und ihre Leiterinnen am Samstag, 5. Juli, ab nach Casaccia, einem Dörfchen im bündnerischen Bergell. Dort wurden sie im Dschungel ausgesetzt und mussten sich in den folgenden zwei Wochen allein behaupten. Von der Hitze in Altdorf zu frischen Temperaturen im Bergell – in der ersten Lagerwoche wurde die Mütze nur selten abgelegt.
Sonntag, Tag 2, im Dschungelcamp: Das Camp wurde getarnt und mit etwas mehr Komfort, wie etwa einer Blachenhängematte, ausgestattet. Am Nachmittag gab es eine Invasion von Würgeschlangen, die erfolgreich abgewehrt wurde. Die Camp-Teilnehmerinnen konnten sich jedoch nicht lange ausruhen, denn schon am folgenden Tag mussten sie sich gegen Dschungelbewohner verteidigen, die das Camp übernehmen wollten.
Am Dienstag starteten die Vorbereitungen für die zweitägige Expedition, die von Mittwoch auf Donnerstag unternommen wurde. Dafür wurden die Orientierung mit Karte und Kompass, aber auch die Blachen- und Seilkenntnisse geschult. Am Mittwochmorgen ging es dann los: Alle Gruppen schwärmten aus, um die Umgebung zu erkunden. Die meisten Gruppentouren führten ins Oberengadin, eine führte jedoch sogar ins nahe Italien. Nachdem alle Blauringmädchen mit ihren Leiterinnen am Donnerstagabend wieder heil auf dem Lagerplatz ankamen, fand in der Nacht auf Freitag die Taufe statt, bei der fremdartige Lebensmittel verspeist wurden.
Am nächsten Tag konnten sich dann alle von den Strapazen der Woche erholen. Nach einem feinen Brunch verwöhnten sich die Teilnehmerinnen bei einem entspannten Beautynachmittag. Am Abend erhielten die jüngsten Mädchen am Lagerfeuer und bei feierlicher Stimmung ihren Blauringnamen.
Erlebnisreiche Tage in Graubünden
Der Samstag (8. Tag in der Wildnis) war ein ganz besonderer Tag – der Besuchstag. Es war ein freudiges Wiedersehen mit Familie und Freunden, welche die lange Anreise in Kauf nahmen. Die sechs 1. Jahrgängerinnen reisten mit ihren Familien und vielen einmaligen Erlebnissen wieder nach Hause. Am Sonntag ging die ganze Schar baden in Pontresina. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit dem Bus wurde im Sprudelbad entspannt und die Abenteuerlustigen testeten die Rutsche.
Der nächste Morgen startete anstrengend: Ein Trainingstag war angesagt. Den ganzen Tag wurde fleissig gerannt, gerauft und geschwitzt. Am Nachmittag musste das Essen für den Abend erkämpft werden. Über dem Feuer wurde Risotto gekocht und zum Dessert gab’s feine Schoggi-Bananen. Damit war der Tag jedoch noch lange nicht vorbei. Die geschlauchten Camp-Teilnehmerinnen lernten, wie man mit Blachen einen Berliner errichtet. Alle, die wollten, übernachteten dann im selbst gebauten Blachenzelt.
Dienstags und mittwochs gab’s eine Sendepause vom Dschungelcamp, da die Kamera gestohlen wurde. Die Leiterinnen begaben sich auf Leiterinnentour und die ältesten Blauringmädchen übernahmen die Leitung.
Der Donnerstag startete dann mit einer allgemeinen Verwirrung: Es war «verkehrter Tag», da aus Versehen giftige Pilze gegessen wurden. Am Morgen stärkte die Gruppe sich mit Geschnetzeltem mit Spätzli und den Brunch gab’s abends. Abgeschlossen wurde der Tag mit einer Runde Morgensport. Nach einer letzten Nacht im Zelt wurde am Freitag das Camp abgebaut. Mit tatkräftiger Unterstützung der ganzen Schar war am Nachmittag alles abgebaut. Wehmütig, aber dankbar für die vielen schönen Erinnerungen, die in diesem Sommerlager hinzukamen, wurde der letzte Abend am Lagerfeuer genossen.
Am Samstagmorgen, nach einer Nacht, die alle im Freien unter sternenklarem Himmel verbrachten, hiess es endgültig Abschied zu nehmen vom wundervollen Lagerplatz in Casaccia. Nach 14 Tagen in der Wildnis kehrte der Blauring Altdorf mit dem Car zurück in die Zivilisation und wurde im Winkel in Altdorf in Empfang genommen. (zvg)




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