Seit 2012 ist ein kontinuierliches Wachstum bei der Inanspruchnahme von ambulanten Pflegeleistungen zu beobachten. Im Jahr 2022 wurden im Kanton Luzern bei rund 11’000 Personen ambulante Pflegeleistungen erbracht, wie Lustat Statistik Luzern am Donnerstag mitteilte. Dies bei total rund 13’700 Personen, die von Spitex-Organisationen und selbstständigen Pflegefachpersonen betreut werden. Innerhalb der letzten zehn Jahren habe die Anzahl der Klientinnen und Klienten mit Pflegeleistungen um 62 Prozent zugenommen.
Im vergangenen Jahr betreuten 29 Spitex-Organisationen mit Versorgungspflicht 78 Prozent der Luzerner Spitex-Klientinnen. Von weiteren 27 Spitex-Organisationen ohne Versorgungspflicht sowie 32 selbstständigen Pflegefachpersonen wurden 15 Prozent der Klienten versorgt. Die übrigen 7 Prozent erhielten Unterstützung von Anbietern der Inhouse-Pflege oder im Rahmen von Tages- oder Nachtstrukturen.
Rund 1200 Vollzeitstellen in der Spitex
Im Jahr 2022 beanspruchte ein Einsatz in der ambulanten Pflege im Schnitt 73 Pflegestunden pro Klientin und dauerte durchschnittlich 5,4 Monate. 43 Prozent dieser Leistungsbezüger waren über 80 Jahre alt.
Letztes Jahr waren im Kanton Luzern rund 2600 Personen in Spitex-Organisationen oder als selbstständige Pflegefachpersonen tätig. Insgesamt teilten sich diese Personen gut 1200 Vollzeitstellen. Knapp 1040 Stellen (oder 86 Prozent) entfielen auf das Personal der ambulanten Pflege und Hauswirtschaft/Sozialbetreuung. Personen mit einer tertiären Pflegeausbildung besetzten 37 Prozent der Stellen. Weitere 32 Prozent der Stellen hatten Personen inne, die über eine Grundbildung in der Pflege oder eine andere Ausbildung im Bereich Betreuung/Sozialtherapie verfügten. (sfr)

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