Rund 120 Personen haben am Samstag mit einer Schweigeminute der Opfer des Bahnhofsunglücks von Novi Sad gedacht. Die Kundgebung auf dem Kurplatz begann um 11.52 Uhr – exakt zu jener Zeit, als das Vordach des Bahnhofs am 1. November 2024 einstürzte und 15 Menschen ums Leben kamen . Das Unglück löste landesweite Proteste aus. Seit drei Monaten demonstrieren dort Tausende gegen Korruption und für mehr Transparenz.
Neben dem Gedenken nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, um ihre Solidarität mit den Protesten in Serbien zu bekunden. Die Luzerner Teilnehmenden schlossen sich den Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung des Unglücks, der Freilassung verhafteter Demonstranten und einem Ende der Polizeigewalt an.
Die Aktion in Luzern ist Teil einer Welle von Solidaritätskundgebungen der serbischen Diaspora. Ähnliche Versammlungen fanden bereits in Zürich, Basel, Genf und Lausanne statt. Die Protestbewegung in Serbien gehört zu den grössten seit den 1990er Jahren und wird insbesondere von Studenten getragen. Trotz politischer Zugeständnisse, darunter der Rücktritt des Ministerpräsidenten, hält die Bewegung an ihren Forderungen fest. (rem)



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