Kanton Uri

119 weibliche Hirsche fehlen: Uri führt erneut eine Nachjagd durch

Während der Hochwildjagd wurden in Uri mehr Hirsche erlegt als im Vorjahr. Weil die Abschussrichtzahl bei den weiblichen Tieren dennoch verfehlt wurde, ist in allen vier Jagdregionen eine Nachjagd nötig.

Im Kanton Uri ist auch in diesem Jahr eine Nachjagd auf Hirsche nötig. Während der Hochwildjagd wurden zwar 247 Hirsche erlegt und damit 29 Tiere oder rund 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der erlegten weiblichen Hirsche blieb jedoch unter der Abschussrichtzahl. Insgesamt fehlen kantonsweit 119 Tiere.

Wie die Sicherheitsdirektion des Kantons Uri in einer Medienmitteilung schreibt, wurden während der Hochwildjagd 105 Hirschstiere, 51 Hirschkühe sowie 91 männliche und weibliche Tiere der Jugendklasse erlegt. Im neu eingeführten zweiten Jagdblock vom 28. bis 30. September kamen 22 Hirsche zur Strecke. Die Abschüsse hätten damit insgesamt im Rahmen der Erwartungen gelegen. Erschwert worden sei die Jagd durch die sommerlich warme Witterung und in einzelnen Regionen zusätzlich durch Nebel. 2025 waren 218 Hirsche erlegt worden.

Wildschäden verhindern

Für die Regulierung des Bestands sei neben der Gesamtzahl insbesondere der Abschuss weiblicher Tiere entscheidend. Deshalb ist in allen vier Jagdregionen eine Nachjagd auf Kahlwild – also Kühe, Kälber und Schmaltiere – erforderlich. Die Abschussrichtzahlen werden aufgrund von Bestandeszählungen und festgestellten Wildschäden festgelegt. Ziel sei es unter anderem, Verbiss- und Schälschäden an Jungbäumen sowie Äsungs- und Trittschäden im Wiesland zu begrenzen. Zudem soll die Regulierung grössere Winterverluste verhindern.

Die Nachjagd beginnt voraussichtlich am Samstag, 7. November, und wird danach jeweils freitags und samstags fortgesetzt. Je nach Region und Situation kann sie unterbrochen und später wieder aufgenommen werden. Die Jägerschaft wird per SMS über die geltenden Regelungen informiert.

In der Region 1 von Seelisberg bis Attinghausen sollen noch rund 23 weibliche Hirsche erlegt werden. Dafür wird auch das partielle eidgenössische Jagdbanngebiet Urirotstock geöffnet. In der Region 2 von Sisikon bis Schattdorf und im Schächental beträgt das Ziel rund 35 Tiere. Dafür werden Teilgebiete der Jagdbanngebiete Alplen, Riemenstalden und Oberalp geöffnet.

In der Region 3 von Erstfeld bis Göschenen sollen noch rund 51 weibliche Hirsche erlegt werden. Geöffnet werden dafür das partielle eidgenössische Jagdbanngebiet Fellital und ein Teilgebiet des Jagdbanngebiets Alp Gnof im Maderanertal. In der Region 4 Ursern liegt das Ziel bei rund zehn Tieren.

Die Resultate der Gäms- und Rehjagd liegen erst vor, wenn die Abschusskarten ausgewertet sind. (rwi)

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