Seit 2010 entschädigt die Fifa die Klubs, welche WM-Spieler stellen, finanziell. Zunächst mit insgesamt 40 Millionen Dollar, 2014 mit 70 Millionen, 2018 und 2022 mit 209 Millionen und für die WM in den USA, Kanada und Mexiko mit 355 Millionen. Trotz des Anstiegs von 70 Prozent im Vergleich zum Turnier in Katar bleibt die Summe pro Spieler pro Tag in etwa gleich, da aufgrund der Aufstockung auf 48 Teams auch deutlich mehr Spieler an der WM teilnehmen.
Für die Schweizer Klubs sind die Fifa-Gelder ein gern gesehener Zustupf. Der FC Basel, kassierte seit 2014 1,8 Millionen von der Fifa. Nach der WM 2026 wird allerdings YB am FCB vorbeiziehen. Denn die Berner stellen für das am Donnerstag startende Turnier sechs Spieler, der FCB erstmals seit 1998 keinen.
Neben Armin Gigović (Bosnien), Christian Fassnacht, Marvin Keller (beide Schweiz), Jaouen Hadjam (Algerien), Keeto Thermoncy (Haiti) und Yan Valery (Tunesien) sind mit Hannes Delcroix (Haiti) und Hadj Mahmoud (Tunesien) auch zwei Spieler des FC Lugano dabei. Dazu kommen Livano Comenencia (Curacao) vom FC Zürich, Lawrence Ati-Zigi (Ghana) vom FC St. Gallen und Servettes Dylan Bronn (Tunesien). Von Challenge Ligist Satde Nyonnais hat es der von Lausanne ausgeliehene Melvin Mastil ausserdem in den WM-Kader von Algerien geschafft und ein Aufgebot von Coach Vladimir Petkovic erhalten.
An den vergangenen beiden Weltmeisterschaften zahlte die Fifa pro Abstellungstag 11'000 Dollar pro Spieler. 2026 tritt ein neuer – leistungsbezogener – Verteilschlüssel in Kraft. 5000 Dollar gibt es pro Tag als Basis. Kommt der Spieler auch zum Einsatz, steigt die Summe deutlich an. Genaue Summen wird die Fifa erst nach der WM publizieren. Klar ist jedoch: Bei einem Ausscheiden in der Vorrunde werden für einen Spieler, der nie zum Einsatz kam, rund 125'000 Dollar fällig. Bleibt der Spieler zehn Tage länger im Turnier, weil seine Nation die Achtelfinals erreicht, sind bereits rund 175'000 garantiert. Kommt der Spieler auch zum Einsatz, kann der Betrag auf das Doppelte ansteigen. YB hat also 750'000 Dollar garantiert, vermutlich verdienen die Berner dank ihrer sechs WM-Fahrer rund 1,5 Millionen.
Auch der FCB und GC werden nach der WM Geld von der Fifa erhalten, obwohl sie keinen Spieler an die WM schicken. Doch aus einem zweiten Pot werden 100 Millionen Dollar für die 905 WM-Qualifikationsspiele bezahlt. Pro Einsatz eines WM-Fahrers in der Qualifikation erhält der Klub, bei dem er unter Vertrag stand, 2360 Dollar.
Für Jonas Adjeteys vier WM-Qualifikationsspiele erhält der FCB 9440 Dollar. GC bekommt für vier Spiele von Ayumu Seko und fünf Spiele von Nestory Irankunda während der Saison 2024/25 21'240 Dollar überwiesen. Auch für den ehemaligen YB-Spieler Meschack Elia fliessen noch ein paar Tausend Dollar an die Schweizer Klubs.
Timothy Fayulu (Kongo/Ex-Sion), Alex Rufer (Neuseeland, Neffe des in Genf geborenen Wynton Rufer), Yassin Fortuné (Haiti, Ex-Sion), Charles Pickel (Kongo, Ex-FCB, Ex-GC), Mory Diaw (Senegal, Ex-Lausanne-Sport), Mohamed Amoura (Algerien, Ex-Lugano), Diogo Costa (Portugal, im Aargau aufgewachsen), Martin Baturina (Kroatien, in Zürich geboren), Ermedin Demirovic (Bosnien, Ex-St. Gallen), Liam Millar (Kanada/Ex-FCB), Omar Alderete (Paraguay/Ex-FCB), Renato Veiga (Portugal/Ex-FCB), Nikola Katic (Bosnien/Ex-FCZ), Evann Guessand (Elfenbeinküste/Ex-Lausanne-Sport), Marvin Senaya (Ghana/Ex-Lausanne-Sport), Ismael Gharbi (Tunesien/Ex-Stade-Lausanne-Ouchy), Haris Tabakovic (Bosnien/Ex-YB, -GC, -Wil; in Grenchen geboren), Mathieu Choinière (Kanada/Ex-GC), Awer Mabil (Australien/Ex-GC), Osman Hadzikic (Bosnien/Ex-FCZ), Rebin Sulaka (Irak, Ex-Schaffhausen), Nando Pijnaker (Neuseeland/Ex-GC).



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