Fussball WM 2026

Schock vor Schweizer Achtelfinal: Manzambi fällt gegen Kolumbien aus

Wie bitter ist das denn! Johan Manzambi verletzt sich im Abschlusstraining und kann im Achtelfinal gegen Kolumbien nicht spielen. Auch der Einsatz von Ruben Vargas steht auf der Kippe. Insgesamt droht Murat Yakin der Ausfall von fünf (!) Spielern.
Johan Manzambi (links) muss im WM-Achtelfinal zuschauen. Das gleiche Schicksal droht auch Ruben Vargas.
Bild: Klaunzer/Keystone

Es passiert 24 Stunden vor dem Achtelfinal gegen Kolumbien: Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow müssen das Abschlusstraining vorzeitig abbrechen und in die Kabine. Was genau passiert ist und was das Trio plagt, verrät der Verband nicht. Nur dass die Spieler nun genauer untersucht würden.

Einige Stunden später steht fest: Manzambi fällt für das Spiel am Dienstag gegen Kolumbien um 22 Uhr (Schweizer Zeit) aus. Das berichtete zuerst der Blick und deckt sich mit Infos von CH Media.

Bislang haben alle Schweizer, die vor einer Partie als angeschlagen gemeldet wurden, dann auch nicht auflaufen können. Das scheint nun mit grosser Wahrscheinlichkeit im Achtelfinal so zu sein. Zumindest bei Vargas gibt es noch ein kleines bisschen Resthoffnung.

Zur Einordnung: Manzambi (fünf Skorerkpunkte) und Vargas (drei Skorerpunkte) haben zusammen mit Breel Embolo (vier Skorerpunkte) statistisch den grössten Anteil am Einzug in die Achtelfinals. Fällt nur schon einer dieses Trios aus, schwächt das die Mannschaft von Murat Yakin empfindlich. Mit Manzambi trifft es nun jenen Offensivkünstler, der an dieser WM in die Fussstapfen des zurückgetretenen Xherdan Shaqiri getreten ist: Als Unterschiedsspieler, der eine Partie mit einer einzigen Aktion entscheiden kann.

Die medizinische Abteilung im 65-Mann-grossen Natitross wird jetzt alles daran setzen, zumindest Vargas fit zu bekommen. Doch klar ist auch: Ohne die totale körperliche Bereitschaft wird es gegen Kolumbien auch für den Flügelspieler nicht gehen. «Wir werden nur Spieler einsetzen, die 100 Prozent fit sind», so Yakin.

Im Abschlusstraining ist es passiert: Johan Manzambi (links) und Ruben Vargas müssen frühzeitig abbrechen.
Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Der Naticoach ist überzeugt: «Gegen Algerien entschied die Taktik über den Ausgang des Spiels. Gegen Kolumbien ist es eine Frage der Mentalität. Sie spielen einen relativ einfachen, sehr vorwärtsgerichteten Fussball. Wir müssen körperlich dagegenhalten und ihnen unser Spiel aufzwingen. Dann kommt es gut.»

Zurück an die Verletztenfront: Mit Luca Jaquez (fiel schon gegen Algerien aus) und Michel Aebischer konnten zudem zwei weitere Akteure in den Tagen zwischen Sechzehntel- und Achtelfinal nicht mittrainieren. Ihr Einsatz gilt schon länger als ausgeschlossen.

Müssen sie gleich auf fünf Spieler verzichten? Murat Yakin (rechts) und sein Assistent Davide Callà müssen sich etwas einfallen lassen.
Bild: Toto Marti/Blick/freshfocus

Im Worst-Case muss Yakin gegen Kolumbien also auf fünf (!) Spieler verzichten. So schlimm war es nicht einmal 2022, als vor dem WM-Achtelfinal gegen Portugal einige Spieler krankheitshalber ausfielen oder nicht auf der Höhe waren. Mit Zeki Amdouni, Noah Okafor, Christian Fassnacht und Ardon Jashari stehen Alternativen bereit, die an der WM jedoch noch keine Rolle gespielt haben oder in ihren Kurzeinsätzen enttäuschten.

Yakin, der sich mit der Viertelfinal-Qualifikation als Natitrainer unsterblich machen könnte, ist dennoch optimistisch: «Im Lösungen finden bin ich gut.» Wir sind gespannt!

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