Trotz der ersten Niederlage: Der geschlagene Domen Prevc fliegt dem Sieg bei der Vierschanzentournee entgegen. Der Slowene machte mit seinem zweiten Platz in Innsbruck, der dritten Station der Tournee, den nächsten Schritt zum grossen Triumph.

Den Sieg in einem packenden Wettkampf in der Olympiastadt von 1964 und 1976 sicherte sich der Japaner Ren Nikaido. Dritter wurde der Österreicher Stephan Embacher. Prevc sprang 129,5 und 128 Meter weit. Sieger Nikaido landete nach 131 und 128 Metern. Die Differenz zwischen den ersten drei betrug am Ende umgerechnet weniger als einen halben Meter.
Vor dem letzten Springen am Dienstag in Bischofshofen führt Prevc mit 41,4 Punkten vor seinem ersten Verfolger, dem Österreicher Jan Hörl. Mehr als 40 Punkte Vorsprung zu diesem Zeitpunkt hatte zuletzt der Japaner Ryoyu Kobayashi 2019.
Nur einmal zeigte Prevc Schwächen
Auch wenn Prevc nun nicht mehr als vierter Athlet nach Sven Hannawald, Kamil Stoch und Kobayashi alle vier Springen bei einer Tournee gewinnen kann: Er prägt die 74. Ausgabe seit dem ersten Tag. In Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gewann er jeweils hoch überlegen. Nach Innsbruck war der «verrückte Vogel», wie er genannt wird, mit einem gigantischen Vorsprung von umgerechnet rund 20 Metern auf den zweitplatzierten Hörl gereist.
In der Qualifikation zeigte Prevc dann erstmals eine Schwäche. Bei sehr schweren Bedingungen mit Rückenwind sprang der 26-Jährige, der mit einem Flug auf 254,5 Meter den Weiten-Weltrekord hält, nur 112 Meter weit. Damit belegte Prevc bloss den 30. Platz. Als es im Wettkampf dann aber darauf ankam, lieferte Prevc wieder wie gewohnt.
Kein Exploit der Schweizer
Von den vier Schweizern schafften Sandro Hauswirth, Gregor Deschwanden und – als Lucky Loser – Felix Trunz den Sprung in den Finaldurchgang. Die Chancen auf eine gute Klassierung waren aber schon nach dem ersten Sprung vertan – keiner klassierte sich zunächst in den Top 20.
Und doch endete der Abstecher nach Innsbruck mit einer Erfolgsmeldung. Zumindest einer persönlichen für den Gstaader Sandro Hauswirth. Er sprang im Finaldurchgang noch etwas nach vorne, kam auf Platz 18 und egalisierte damit sein bestes Karriere-Resultat. Deschwanden klassierte sich im 24. Rang, Trunz wurde 29. Der 19-jährige Ostschweizer hat damit die Olympia-Qualifikation noch immer nicht geschafft, da Swiss Olympic mindestens eine Top-25-Klassierung fordert. Im Tournee-Ranking liegen Deschwanden und Hauswirth auf den Plätzen 19 und 20. (dpa/chm)
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