Am letzten März-Wochenende treffen die Luzerner in Winterthur in den Final Four auf die besten Teams der Schweiz. Ein historischer Moment für den Luzerner Hochschulsport. Die UTL ist die Schweizer Universitätsmeisterschaft im Tennis – ein Format, das den Teamgeist des amerikanischen College-Sports in die Schweiz gebracht hat. Seit der Gründungssaison 2022/23 messen sich acht Teams aus verschiedenen Hochschulen und Universitäten, aufgeteilt in zwei Konferenzen.
Bis zu 18 Partien werden pro Spieltag ausgetragen – Herren- und Dameneinzel, Herren- und Damendoppel sowie ein Mixed-Doppel. Die Regular Season umfasst sechs Runden. Die jeweils besten zwei Teams pro Konferenz qualifizieren sich für die Playoffs – die Final Four. Das Niveau in der Liga ist hoch. In der Saison 2025/26 spielen insgesamt 257 Athletinnen und Athleten aus acht Teams, 62 N-Spieler und -Spielerinnen (Top 150 der Schweiz) sind dabei, darunter vereinzelt sogar ATP- und WTA-klassierte Profis.
Teamgeist ist das Erfolgsrezept
Die Lucerne Lakers vertreten die Universität Luzern und die Hochschule Luzern. In den ersten Jahren belegten sie jeweils die hinteren Plätze. In dieser Saison 2025/26 ist alles anders. Das Kader ist so stark wie nie: Auf Seiten der Männer stechen Adam Moundir (N3-63, ehemals ATP-Ranking 437), Jonas Schär (N3-33 und Coach), Noah Lopez (N2-20), Andrin Casanova (N2-19) und Janis Simmen (N3-42) hervor. Bei den Frauen überzeugen Lea Markovic (N4-65), Aurora Zurmühle (N3-29), Ana Frommenwiler (N3-42), Joëlle Lanz (R1) und Jeannine Riedo (R1).
Doch nicht nur die individuelle Klasse machte den Unterschied – es war vor allem der Geist, der dieses Team antrieb. Alle Topspielerinnen und Topspieler setzten die UTL in dieser Saison zur Priorität und lieferten Match für Match ihr bestes Tennis. «Unser Teamgeist war das Rezept dieser Saison. Die Topspieler waren immer mit vollem Einsatz dabei, wenn wir sie benötigten. Es war einzigartig zu sehen, wie das Team zusammengewachsen ist», sagt Captain Merlin Eisele.
Im Halbfinal gegen die Geneva Eagles
Am Samstag um 14 Uhr ist es soweit: Die Lucerne Lakers bestreiten den Playoff-Halbfinal gegen die Geneva Eagles in Winterthur. Die Genfer sind ein starkes Team – angeführt von Johan Nikles, der in seiner besten Zeit auf Platz 5 der Schweiz rangierte und aktuell die N2-Liste anführt und Kilian Feldbausch (ATP-Ranking 442). Es wird kein einfaches Unterfangen.
Am Sonntag folgt entweder der grosse Final oder das Spiel um Platz 3. Mögliche Gegner am Finaltag der Final Four sind die Zurich Lions – mit Abstand die top favorisierte Mannschaft der Liga dank ATP-klassierter Spieler – oder die Bern Capitals. «Wir wollen am Saisonhöhepunkt unser stärkstes Tennis zeigen und alle unsere Chancen nutzen», sagt Coach Jonas Schär. (red)

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