Claude-Alain Schmidhalter, OK-Präsident der Ski-WM 2027 in Crans-Montana und Vizepräsident von Swiss-Ski, wird seiner Ämter temporär enthoben.

Dies haben das Präsidium von Swiss-Ski sowie der WM-Vorstand entschieden. Die Walliser Staatsanwaltschaft wirft Schmidhalter Betrug und untreue Geschäftsführung vor. Schmidthalter wird sich am 27. Oktober vor Gericht verantworten müssen. Die temporäre Massnahme der Amtsenthebung gelte bis zum Vorliegen eines Urteilsspruchs des Bezirksgerichts Brig, schreibt Swiss-Ski.
Zusammen mit einem Komplizen soll er seinen ehemaligen Geschäftspartner um eine hohe Abfindungssumme gebracht haben. Gemeinsam hatten die beiden ein Ingenieurunternehmen im Oberwallis, wie «Blick» berichtete.
Schmidhalter und sein Komplize sollen die Gewinne des Unternehmens geschmälert haben, indem sie diese auf eine andere Gesellschaft übertragen hätten.
Schmidhalter akzeptiert den Entscheid
Er nehme den Entscheid von Swiss-Ski und des Organisationskomitees der Ski-WM 2027 zur Kenntnis, ihn bis auf Weiteres von seinen Ämtern zu entheben, und respektiere dies, liess Schmidhalter verlauten. Zudem schrieb er in einem Statement: «Ich ziehe daraus die Konsequenzen und trete per sofort als Präsident des Organisationskomitees der Ski-WM 2027 und als Vizepräsident von Swiss-Ski zurück.»
Diesen Schritt vollziehe er, weil eine Ski-WM keinen OK-Präsidenten gebrauchen könne, der wenige Monate vor den Titelkämpfen auf unbestimmte Zeit im Ausstand sei. Das schade dem Projekt, für welches er sich seit Jahren eingesetzt habe, erklärte Schmidhalter.
Er selbst wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe derweil zurück. «Ich bin überzeugt, dass sich die Vorwürfe im Verfahren als unbegründet erweisen werden. Bis zum Abschluss des privaten Verfahrens äussere ich mich dazu nicht weiter.»
Lob vom Skiverband
Swiss-Ski seinerseits schrieb am Mittwoch, dass das Strafverfahren in keinem Zusammenhang stehe mit Schmidhalters Ämtern im Präsidium von Swiss-Ski und als OK-Präsident von Crans-Montana 2027.

Als Vizepräsident von Swiss-Ski und WM-Vorstandsmitglied habe Schmidhalter seit Jahren hervorragende und tadellose Arbeit geleistet, lassen sich Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun und Sébastien Rey, Vizepräsident von Crans-Montana 2027, gemeinsam in der Mitteilung zitieren. Mit dem Schritt solle die Integrität und Handlungsfähigkeit der beiden Organisationen gewahrt werden. (watson / cri)



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