Claude-Alain Schmidhalter tritt von seinen Posten bei Swiss-Ski und im OK der alpinen Ski-WM in Crans-Montana zurück. Der Entscheid folgt auf den Beschluss einer temporären Amtsenthebung.

Die vorläufige Suspendierung Schmidhalters hatten sie bei Swiss-Ski am früheren Mittwochmorgen kommuniziert. Beim Schweizer Dachverband für den Schneesport hat Schmidhalter als Vizepräsident gewirkt, dem Organisationskomitee der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im kommenden Februar in Crans-Montana ist er als Präsident vorgestanden.
Die temporäre Amtsenthebung war eine Konsequenz einer Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis. Das laufende Strafverfahren betrifft die unternehmerische Tätigkeit Schmidhalters.
Es steht in keinem Zusammenhang mit seinen Ämtern im Präsidium von Swiss-Ski und als OK-Präsident der nächstjährigen WM. Die Massnahme hätte bis zum Vorliegen eines Urteilsspruchs des Bezirksgerichts Brig Gültigkeit gehabt.
Das ist nunmehr Makulatur. Schmidhalter tritt nämlich von beiden Posten per sofort zurück, wie er in einer Mitteilung die Öffentlichkeit wissen lässt. «Ich ziehe daraus die Konsequenzen und trete per sofort als Präsident des Organisationskomitees der Ski-WM 2027 und als Vizepräsident von Swiss-Ski zurück.»
Schmidhalter weist die Vorwürfe zurück
Diesen Schritt vollziehe er, weil eine Ski-WM keinen OK-Präsidenten gebrauchen könne, der wenige Monate vor den Titelkämpfen auf unbestimmte Zeit im Ausstand sei. Das schade dem Projekt, für welches er sich seit Jahren eingesetzt habe, erklärte Schmidhalter.
Er selbst wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe derweil zurück. «Ich bin überzeugt, dass sich die Vorwürfe im Verfahren als unbegründet erweisen werden. Bis zum Abschluss des privaten Verfahrens äussere ich mich dazu nicht weiter.»
Schmidhalter muss sich am 27. Oktober vor dem Bezirksgericht Brig verantworten. Ihm und einem Komplizen wird Betrug vorgeworfen. Sie sollen die Gewinne des Unternehmens geschmälert haben, indem sie diese auf eine andere Gesellschaft übertragen hätten. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Lob vom Skiverband
Swiss-Ski seinerseits schrieb am Mittwoch, dass das Strafverfahren in keinem Zusammenhang stehe mit Schmidhalters Ämtern im Präsidium von Swiss-Ski und als OK-Präsident von Crans-Montana 2027.

Als Vizepräsident von Swiss-Ski und WM-Vorstandsmitglied habe Schmidhalter seit Jahren hervorragende und tadellose Arbeit geleistet, lassen sich Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun und Sébastien Rey, Vizepräsident von Crans-Montana 2027, gemeinsam in der Mitteilung zitieren. Mit dem Schritt solle die Integrität und Handlungsfähigkeit der beiden Organisationen gewahrt werden. (watson / cri / sda)



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