Sven Schurtenberger hat beim Stoos-Schwinget einen Bandscheibenvorfall zwischen dem fünften und sechsten Halswirbel erlitten. Zuerst berichtete der «Blick» darüber. Beim Bergkranzfest am 14. Juni musste Schurtenberger den 4. Gang abbrechen und wurde später ins Spital geflogen. Tags darauf meldete sich der Schwinger zu Wort und dementierte Gerüchte, wonach er einen Schwächeanfall erlitten hatte. Es würden Abklärungen an den Halswirbeln folgen.

Bis zur definitiven Diagnose brauchte Schurtenberger Geduld. Noch am Sonntag konnten im Luzerner Kantonsspital dank CT und Röntgenbildern zwar schwere Verletzungen ausgeschlossen werden, weiss der «Blick». Für die genaue Diagnose wurde dann am Donnerstagmorgen in Baden ein MRI durchgeführt. Ob eine Operation folgt oder der Bandscheibenfall konservativ behandelt wird, ist noch unklar.
Schurtenberger hat kaum Erinnerungen
Gegenüber dem Blick beschreibt der Luzerner, wie es ihm während der Wartezeit ging. Obwohl die schlimmsten Rückenschmerzen vorüber sind, beginne sich jeweils alles zu drehen, sobald er länger am Tisch sitze oder auf dem Sofa sei. Es sei wie ein Karussell im Kopf.
An seinen abgebrochenen Gang auf dem Stoos kann er sich kaum erinnern. Er sei mit dem Gesicht auf dem Sägemehl aufgeschlagen und habe plötzlich doppelt und dreifach gesehen. Danach folgte ein kompletter Blackout. Als er im Nebenraum zu sich kam, habe er kaum atmen können und gewusst, dass etwas nicht stimmt. Aufgrund der starken Schmerzmittel folgte ein weiterer Blackout. In der Rega hätten ihn die Sanitäter festhalten und beruhigen müssen.
Schurtenberger gibt an, dass er mehrere Schwingfest garantiert verpassen werde. Es gehe nun darum, wieder gesund zu werden und das Geschehene mit seinem Mentaltrainer zu verarbeiten. (sig)
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