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Super League

Überraschendes Podium: Diese Vereine schreiben 2025 den grössten Gewinn

Die Finanz-Informationen der Super League zeigen, welche Klubs im Geschäftsjahr 2025 am besten gewirtschaftet haben und wo Nachholbedarf herrscht.
Ein Grossteil der Super-League-Klubs benötigt einen Geldgeber, der jeweils das Defizit ausgleicht.
Bild: Freshfocus/Nico Ilic

Wie jedes Jahr hat die Swiss Football League auch im April 2026 die Finanzinformationen jener Klubs publiziert, die eine Uefa-Lizenz beantragt haben. Bis auf Winterthur haben alle Vertreter ihre Zahlen eingereicht.

Den grössten Gewinn schreibt überraschend der FC Lugano mit 10,9 Millionen Franken. Die Tessiner sind im Geschäftsjahr 2025 aber nur Ligakrösus, weil «sonstige betriebliche Erträge» in Höhe von 28,7 Millionen den Weg - vermutlich vom amerikanischen Besitzer - nach Lugano fanden.

Mit dem FC Basel (8,5 Mio. Gewinn) und Lausanne (7,4) folgen zwei Klubs, welche ihre positive Bilanz vor allem auf dem Transfermarkt erwirtschaftet haben. Dort nahm der FCB im Jahr 2025 35 Millionen ein und schrieb als einziger Super Ligist einen Gewinn im zweistelligen Millionenbereich. Neben YB (18 Mio) schaffte es bei den reinen Transfereinnahmen auch Lausanne noch auf einen zweistelligen Wert (10,7 Mio.)

Bei YB, das nach wie vor das mit Abstand höchste Umlaufvermögen und das höchste Eigenkapital aufweist und damit finanziell am stabilsten dasteht, schmälern die hohen Personalkosten die Bilanz. 45 Millionen zahlten die Berner 2025 an Gehältern. Bis auf den FCB (40 Millionen) lassen sich alle anderen Klubs ihr Personal zwischen 12 und 22 Millionen kosten. Nur Meister Thun kommt mit neun Millionen aus und wird damit in wenigen Tagen mit dem zweitkleinsten Personaletat der Liga Meister werden.

Thun ist nach GC, wo der erwirtschaftete Verlust nicht wie in Sion, bei Servette, beim FCZ, Lausanne oder Lugano durch «sonstige Erträge» von den Besitzern ausgeglichen wird, der Verein mit der zweitschlechtesten Bilanz. Während die Amerikaner bei GC einen Verlust von 15,2 Millionen Franken ausgleichen müssen, macht Thun 3,3 Millionen Verlust. Das erklärt, warum die Berner Oberländer zuletzt einen Kredit über vier Millionen aufnehmen mussten, um weiter liquide zu sein.

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