Leichtathletik

Die zweitschnellste Frau der Welt startet in Luzern – Ehammer gibt Forfait

Den Organisatoren von Spitzen Leichtathletik Luzern ist ein grosser Coup gelungen: Die Jamaikanerin Elaine Thompson-Herah wird in Luzern über 100 und 200 Meter starten. Weniger gute Nachrichten gibt es aus dem Schweizer Lager.
Elaine Thompson-Herah.
Bild: Igor Soban/Getty

Eine Athletin aus der Beletage der Leichtathletik-Welt kommt nach Luzern. Wie die Organisatoren von Spitzen Leichtathletik Luzern am Dienstag mitteilen, startet die fünffache Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah am Donnerstagabend auf der Allmend. Die Jamaikanerin ist mit den höchsten Auszeichnungen ihrer Disziplin geschmückt. Sowohl an den Olympischen Spielen 2016 in Rio als auch an den Spielen 2020 in Tokio gewann sie Doppelgold über 100 und 200 Meter. Ausserdem wurde sie vor vier Jahren auch Olympiasiegerin mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Eine besondere Marke erreichte sie im August 2021. In 10,54 Sekunden lief sie die 100 Meter - es ist die bisher zweitschnellste Zeit einer Frau.

Die schnellste Schweizer Sprinterin über 100m ist aktuell Geraldine Di Tizio-Frey. Die Zugerin lief mit 10,98 am vergangenen Wochenende in Bulle als vierte Schweizerin erstmals unter 11 Sekunden. Di Tizio-Frey wird in Luzern in Topform antreten. Ebenfalls mit dabei sind Ajla del Ponte und Salomé Kora.

Ob Mujinga Kambundji in Luzern dabei sein wird, war bislang unklar. Die 34-Jährige Bernerin bestritt am letzten Samstag ihren ersten Wettkampf nach der Mutterschaftspause. Wobei die Pause von bescheidener Dauer war. Sieben Monate und 16 Tage nach der Geburt ihres Sohnes Léon lief sie in Bulle die 100m in 11,33 Sekunden. Wie ihr Management am Dienstag mitteilt, wird sie nach dem eindrucksvollen Comeback definitiv in Luzern am Start stehen.

Weitere grosse Schweizer Namen sind Weitspringerin und Mehrkämpferin Annik Kälin, die in diesem Jahr das Meeting in Götzis gewann, und Stabhochspringerin Angelica Moser als Siegerin des diesjährigen Diamond-League-Meeting von Paris.

Wiedersehen in Luzern: Mujinga Kambundji.
Bild: Urs Flüeler/Keystone

Der stärkste Schweizer Trumpf der Männer ist dank seines Sieges im Diamond-League-Rennen über 5000 Meter in Monaco Dominic Lobalu. Der 27-Jährige ist beim Meeting letzten Freitag mit 12:54,54 nur zwei Sekunden über seinem Schweizer Rekord geblieben. In Luzern geht er über 3000 Meter an den Start.

Hürdensprinter Jason Joseph hatte im letzten Jahr in Luzern seinen Schweizer Rekord von 13,07 Sekunden zum dritten Mal egalisiert. Er ist der grösste Schweizer Hoffnungsträger über die 110 Meter Hürden.

Ehammer: «Ein Start wäre mit zu viel Risiko verbunden gewesen»

Oberschenkelbeschwerden bei Simon Ehammer.
Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Für weniger gute Nachrichten sorgt hingegen Simon Ehammer. Der 26-jährige Appenzeller muss auf eine Teilnahme verzichten. Ehammer hatte den Weitsprung-Wettbewerb am vergangenen Freitag in Monaco wegen Beschwerden im rechten Oberschenkel nach drei Sprüngen abgebrochen.  Laut seinem Management haben Abklärungen in der Schweiz ergeben, dass es sich «um eine leichte muskuläre Verletzung handelt», die konservativ behandelt werden kann. Eine kleine Wettkampfpause sei jedoch unabdingbar. In Luzern wäre Ehammer über 110 Meter Hürden angetreten – doch der Wettkampf kommt zu früh.

In einer Mitteilung lässt Ehammer Folgendes verlauten: «Es schmerzt, nicht in Luzern dabei sein zu können, denn für mich zählen die Meetings in der Schweiz zu den absoluten Saisonhöhepunkten. Aber ich habe in dieser Saison noch grosse Ziele und denen ordne ich alles unter. Ein Start in Luzern wäre mit zu viel Risiko verbunden gewesen. Stattdessen konzentriere ich mich jetzt auf eine intensive Behandlung und freue mich auf eine Teilnahme im kommenden Jahr.» Über einen Start an den Schweizer Meisterschaften (25./26. Juli) in Zürich soll im Verlauf der nächsten Woche entschieden werden. (cza)

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