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Meillard im Babyglück, frischvermählte Gisin vor ungewisser Zukunft: Das bewegte die Ski-Stars im Sommer

Bald kämpfen die Ski-Stars wieder um Hundertstelsekunden. Hinter ihnen liegt ein Sommer voller privater Höhepunkte, überraschender Wendungen und gesundheitlicher Sorgen.

Loïc Meillard: Das private Glück nach dem Olympiasieg

Das Jahr 2026 dürfte als eines der ereignisreichsten und erfolgreichsten in Loïc Meillards Leben eingehen. Im Februar krönte er sich in Italien zum Slalom-Olympiasieger, gut zwei Monate später heiratete der 29-Jährige seine langjährige Partnerin Zoé Chastan. Ende Mai machte die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes das Familienglück perfekt. Trotz seiner neuen Rolle als Vater trainierte Meillard fleissig weiter und testete jüngst bei einer Einheit in der Skihalle Wittenburg unter anderem 19 verschiedene Paar Ski.

Michelle Gisin: Nach dem Sturz vor den Traualtar

Seit 2014 sind Michelle Gisin (32) und der italienische Riesenslalom-Crack Luca De Aliprandini (35) ein Paar – im Juni heirateten sie am Gardasee. Die Hochzeit und ihr Partner hätten ihr in einer schwierigen Zeit zusätzliche Kraft gegeben. Im Dezember war Gisin im Abfahrtstraining schwer gestürzt und nur knapp einer Querschnittslähmung entgangen. Sie erlitt eine instabile Halswirbelfraktur sowie schwere Verletzungen an Hand und Knie. Ob sie nochmals Rennen bestreiten wird, ist offen. Sicher ist: Als Botschafterin der Ski-WM 2027 in Crans-Montana wird sie beim Grossevent vor Ort sein.

Marcel Hirscher: Der nächste Comebackversuch

Marcel Hirscher kann es noch immer nicht lassen. Nachdem sein Comeback nach seinem Kreuzbandriss im Dezember 2024 vorzeitig beendet worden war, arbeitete der achtfache Gesamtweltcupsieger diesen Sommer erneut an seiner Rückkehr. Im argentinischen Ushuaia trainierte der mittlerweile 37-Jährige erstmals seit seiner Verletzung wieder intensiv auf Schnee. «Ich glaube, ich habe zu dieser Jahreszeit noch nie so gut trainiert», sagte Hirscher Anfang Oktober. Ob der für die Niederlande startende Österreicher bereits beim Saisonauftakt in Sölden zurückkehrt, liess er offen.

Henrik Kristoffersen: Babyglück mit bangen Momenten

Für Henrik Kristoffersen brachte der Sommer Freude und Sorgen zugleich. Am 25. Juli wurde der 32-jährige Norweger zum zweiten Mal Vater. Ehefrau Tonje brachte Tochter Linnea zur Welt. Kurz nach der Geburt bildete sich bei ihr jedoch ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäss im Eileiter. «Es war zu keinem Zeitpunkt extrem dramatisch, aber ich hatte Angst um meine Frau», erzählte Kristoffersen dem «Dagbladet». Die Ärzte behandelten sie mit Blutverdünnern, mittlerweile ist Tonje wieder zu Hause und wohlauf.

Timon Haugan und Thea Louise Stjernesund: Neues Liebesnest beim Teamkollegen

Der sechsfache Weltcupsieger Timon Haugan und die Olympia-Zweite im Riesenslalom Thea Louise Stjernesund wagen den nächsten Schritt in ihrer Beziehung. Nachdem die beiden 29-jährigen norwegischen Ski-Stars im vergangenen Winter ihre Liebe öffentlich gemacht hatten, zogen sie diesen Sommer gemeinsam nach Salzburg. Die kürzeren Reisen zu den Weltcuprennen sollen ihnen auch mehr gemeinsame Zeit ermöglichen. Für die Pointe sorgt ihr Vermieter: Die Wohnung gehört Teamkollege Henrik Kristoffersen. «Wir tragen dazu bei, dass sein Bankkonto grösser wird», scherzte Haugan Anfang Oktober.

Lindsey Vonn: Neues Liebesglück nach dem Olympiaschock

Nach ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo stand Lindsey Vonns Sommer im Zeichen der Rehabilitation. Die 41-Jährige erlitt einen komplizierten Schienbeinbruch und musste mehrfach operiert werden. Anfang Oktober wurde die 84-fache Weltcupsiegerin dennoch wieder für das US-Skikader nominiert. Ob Vonn nochmals in den Weltcup zurückkehrt, ist offen. Abseits der Piste gab es erfreulichere Neuigkeiten: Im September machte sie ihre Beziehung mit dem elf Jahre jüngeren französischen Skirennfahrer Matthieu Bailet öffentlich. Der Speed-Spezialist stand im Weltcup bislang einmal auf dem Podest.

Sofia Goggia: Zwei Viren gefährden ihre Saison

Sofia Goggia (33) erkrankte diesen Sommer gleich an zwei Viren: Chikungunya und Parvovirus B19. Während eines Trainingslagers in Argentinien litt die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 unter starken Schmerzen und neurologischen Beschwerden. «Ich konnte nicht mehr deutlich sprechen und nur langsam spazieren gehen», erzählte Goggia Anfang Oktober. Sie brach das Trainingslager ab und kehrte nach Italien zurück. Mittlerweile geht es ihr besser, vollständig erholt ist sie aber bis jetzt nicht. Den Saisonauftakt in Sölden verpasst Goggia, der Zeitpunkt ihrer Weltcup-Rückkehr ist offen – auch mit Blick auf die WM 2027 in Crans-Montana.

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