Fussball-Nati

Murat Yakin: «Embolo muss akzeptieren, was geschehen ist»

Im November trifft die Schweizer Nati in der Nations League auf Slowenien und Schottland. Nati-Coach Murat Yakin gibt das Kader bekannt. Er spricht über die Rückkehrer Breel Embolo und Granit Xhaka.

Zwei Spiele noch in diesem Jahr. Zwei Spiele, um den Aufstieg in die Liga A definitiv zu bewerkstelligen. Die Nati spielt am übernächsten Freitag in Slowenien, drei Tage später empfängt sie Schottland. Das Ziel? «Sechs Spiele, sechs Siege.» So sagt das Nationaltrainer Murat Yakin an diesem Donnerstag in Bern, als er sein Aufgebot bekannt gibt.

Zuletzt im September machten seine Spieler eine ziemlich gute Falle. Vier Siege gab es. 3:0, 3:0, 2:1 und 3:0 lauteten die Resultate. Natürlich hiessen die Gegner «nur» Nordmazedonien (2x), Schottland und Slowenien. Souverän waren die Auftritte aber alleweil. Das Lob dafür ist darum verdient.

Für Schlagzeilen sorgte die Schweizer Nati aber nicht wegen des Fussballs. Sondern weil mit Granit Xhaka und Breel Embolo zwei prominente Namen fehlten wegen gefälschten Covid-Zertifikaten. Bei Xhaka flog die Impf-Lüge unmittelbar vor dem Zusammenzug auf, worauf Verband und Captain beschlossen, dass Xhaka der Nati fernbleibt. Bei Embolo waren die gefälschten Test-Zertifikate längst bekannt, der Strafbefehl nur eine Formalität – trotzdem verzichtete der SFV auf ihn, ohne Rücksprache mit dem Stürmer. Nun sind die beiden wieder im Aufgebot. Und Nati-Trainer Yakin äussert sich zu ihrer Rückkehr.

Darum ist Breel Embolo enttäuscht

Im Zentrum steht Stürmer Embolo. Dieser sagte im Exklusiv-Interview mit «Schweiz heute»: «Neu war ja nur, dass es einen Strafbefehl gab. Die eigentlichen Umstände waren längst bekannt. Ich muss aber ehrlich sagen: Ich war enttäuscht, dass der SFV diese zwei Fälle verglichen hat. Ich will keine Ausrede finden. Aber: Ich bin geimpft. Dreimal. Also ist es ein ganz anderer Fall als bei Granit.» Embolo empfand es als «verletzend», dass sich der SFV unter Druck setzen liess und ihm das Aufgebot verwehrte.

So reagiert Murat Yakin

Sein Ärger richtet sich allerdings nicht gegen Trainer Murat Yakin. Entsprechend wird er auch dem Aufgebot Folge leisten und nun am Montag in St.Gallen zur Nati einrücken. Auf die Frage, wie die atmosphärischen Störungen zu lösen seien, sagt Yakin: «Es ist sicher noch gesprächsbedarf vorhanden. Aber wir sind alle Männer genug, um Klartext zu reden. Das ist face-to-face auch einfacher als mit der Distanz nach Atlanta.» Yakin kann den Ärger von Embolo verstehen, «schliesslich war er gesund und wollte spielen.» Wobei er auch anfügt: «Er muss nun akzeptieren, was gewesen ist und nach vorne schauen. Wir brauchen ihn in voller Energie.»

Das sind die letzten Länderspiele des Jahres

Die Schweiz spielt am 13. November in Maribor gegen Slowenien, drei Tage später in St. Gallen gegen Schottland. Ein Punkt in Slowenien würde genügen, um schon vor dem letzten Spiel den Gruppensieg und damit den Wiederaufstieg in die Liga A sicherzustellen.

Erstmals dabei sind der in der Türkei engagierte Samuel Ballet und der FCZ-Goalie Silas Huber. Der ehemalige YB-, Winterthur- und Como-Spieler Ballet ist eine Option für die linke Offensivseite. Huber kommt als vierter Goalie mit. Ebenfalls aufgeboten sind die zuletzt angeschlagenen Zeki Amdouni und Ricardo Rodriguez. Auch der zuletzt verletzte Denis Zakaria ist wieder im Aufgebot, ebenso wie Ruben Vargas. Insgesamt stehen 28 Spieler im Kader.

Das ist Yakins Aufgebot

Tor

Abwehr

Mittelfeld/Sturm

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