Tennis

Tsitsipas triumphiert in Gstaad

Nach einer einjährigen Durststrecke und einem neuen Trainer qualifizierte sich der Grieche wieder für einen ATP-Final. Und entscheidet diesen nach einem harten Kampf sogleich für sich.

Am 1. März 2025 reckt Stefanos Tsitsipas seine Trophäe in den Abendhimmel von Dubai. Soeben hatte er den Final des Turniers gegen den Kanadier Félix Augier-Aliassime in zwei Sätzen für sich entschieden. Für eine lange Zeit sollte es der letzte Final für Tsitsipas gewesen sein. Es folgte keine einfache Zeit in der Karriere des zweifachen Grand-Slam-Finalisten, mit dem Ende der langjährigen Zusammenarbeit mit seinem Vater Apostolos als Tiefpunkt.

Die Erleichterung steht ihm ins Gesicht geschrieben: Über ein Jahr nach seinem letzten Turniersieg darf Stefanos Tsitsipas wieder jubeln.
Bild: Anthony Anex

Ein Jahr und drei Monate nach dem besagten Sieg in Dubai gelang nun in Gstaad der Befreiungsschlag. In drei Sätzen setzte sich der ehemalige Weltranglistendritte gegen den Belgier Raphaël Collignon (ATP 42) mit 6:4, 6:7 (3:7), 6:3 durch.

Marathon-Mann trifft auf Tiebreak-König

Tsitsipas (ATP 85) musste sich diesen Befreiungsschlag im Berner Oberland hart erarbeiten: Seit den Achtelfinals musste er in jeder Runde über die volle Distanz gehen, teilweise sogar noch darüber hinaus: Gegen den Aargauer Jérôme Kym musste die Partie beim Stand von 5:5 im dritten Satz wegen Dunkelheit unterbrochen und auf den nächsten Tag verschoben werden.

Zunächst starteten beide Kontrahenten gut in den Final und zeigten bei eigenem Aufschlag keine Schwächen. Zwar gelang Tsitsipas das erste Break, doch Collignon konnte mit einem sofortigen Re-Break wieder ausgleichen. Das zweite Break von Tsitsipas kam für ihn zum optimalen Zeitpunkt: Beim Stand von 5:4 schwächelte Collignon in seinem Aufschlagsspiel, weswegen Tsitsipas den ersten Satzball sogleich zum 6:4 verwerten konnte.

Der Belgier Raphaël Collignon verlangte Tsitsipas alles ab.
Bild: Anthony Anex

Im zweiten Satz zeigten beide ihre ganze Klasse, weswegen das Tiebreak über Entscheidungssatz oder Turniersieg für Tsitsipas entscheiden musste. Collignon konnte mit seiner Tiebreak-Stärke gross auftrumpfen und den Entscheidungssatz erzwingen. Der Belgier hat im ganzen Turnier kein einziges Tiebreak verloren.

Im Entscheidungssatz bewies Titsipas dann den längeren Atem: nach zwei Breaks zum 3:2 und 6:3 war der Turniersieg des Griechen nach zwei Stunden und siebzehn Minuten amtlich. Nach dem tiefen Fall des einstigen Weltranglistendritten kann er nun dank des Turniersiegs wieder nahe zu den Top 50 aufschliessen und sich weiter Stück für Stück zurückkämpfen.

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