Super League

Servette dreht Partie gegen GC – YB verspielt Führung in Lausanne

Servette feiert gegen GC den ersten Saisonsieg und baut seine beeindruckende Serie gegen die Grasshoppers aus. YB gibt in Lausanne trotz Führung zwei Punkte aus der Hand und muss sich mit einem 2:2 begnügen.

Servette holt in der 3. Runde der Super League die ersten Punkte. Im Duell zweier noch sieglosen Teams setzen sich die Genfer vor Heimpublikum mit 2:1 gegen ihren Lieblingsgegner Grasshoppers durch.

Nach zwölf Minuten bringt Amir Abrashi GC in Führung.
Bild: Pascal Muller/freshfocus

Gleich mit 5:0 fertigte Servette die Grasshoppers im letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Genf ab. Am 21. März stand es nach 18 Minuten bereits 4:0 für die Genfer. Von einer solchen Einseitigkeit war am Samstagabend im spärlich besetzten Stade de Genève nichts zu sehen. Im Gegenteil.

Der nicht als Goalgetter bekannte Amir Abrashi brachte die Gäste nach zwölf Minuten und einem herrlichen Zuspiel von Samuel Krasniqi in Führung. Der 36-jährige GC-Captain wurde von der Genfer Hintermannschaft völlig frei gelassen und traf im Stile eines Torjägers - zum ersten Mal in der Super League seit mehr als elf (!) Jahren.

Servette gewinnt das erste Spiel in dieser Saison.
Bild: Pascal Muller/freshfocus

Der seltene Treffer von Abrashi reichte den Grasshoppers aber dennoch nicht für einen seltenen Sieg gegen Servette, weil Samuel Mraz (29.) und Neuzugang Mathis Lambourde (75.) die Partie noch drehten. Den sehenswerten Siegtreffer erzielte das Heimteam in Überzahl, nachdem Imourane Hassane eine halbe Stunde vor dem Ende die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Servette baute die Serie der Ungeschlagenheit gegen die Grasshoppers mit dem vierten Sieg in Folge im Direktduell auf 15 Spiele aus.

YB gibt trotz Führung Punkte ab

So ereignisarm die ersten 45 Minuten im Stade de la Tuilière waren, so turbulent wurde es im zweiten Umgang. Als Cédric Zesiger drei Minuten nach dem Seitenwechsel die Young Boys mit einem Kopfball in Führung brachte, schien das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen.

Cédric Zesiger brachte YB mit einem Kopfball in Führung.
Bild: Claudio De Capitani

Doch statt in Person von Joël Monteiro nachzulegen, sahen sich die nach der Pause deutlich stärkeren Berner plötzlich mit einem Mann weniger auf dem Platz. Edimilson Fernandes hatte Karim Sow mit offener Sohle am Oberschenkel getroffen und war von Schiedsrichter Anojen Kanagasingam des Feldes verwiesen worden.

Doch Lausanne konnte vorerst kein Kapital aus der Überzahl schlagen. Im Gegenteil. Eine Viertelstunde vor Schluss traf der kurz zuvor eingewechselte Dominik Pech nach einem Konter aus spitzem Winkel zur vermeintlichen Vorentscheidung für die Gäste.

Nathan Butler-Oyedeji erzielte kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit das 2:2.
Bild: Valentin Flauraud

Florent Mollet, der schon in Basel sehenswert getroffen hatte, brachte die Spannung nur zwei Minuten später jedoch zurück. Schliesslich war es Nathan Butler-Oyedeji, der kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem traumhaften Schlenzer von der Strafraumkante das 2:2 erzielte.

Beinahe hätte Omar Janneh das Spiel gar komplett gedreht. Doch der beste Waadtländer Torschütze der vergangenen Saison scheiterte abermals am überragenden Marvin Keller. Janneh hatte bereits zuvor zwei Topchancen liegen lassen - in der ersten Halbzeit traf er alleine vor Keller nur das Aussennetz, kurz vor der Roten Karte parierte der Berner Goalie einen Schuss des 19-Jährigen stark mit dem rechten Fuss. (sda)

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