Schwimmen

Enttäuschung: Noè Ponti verliert beim Start seine Brille und verpasst Medaille

Noè Ponti verliert verpasste bei den Europameisterschaften in Paris über 50 Meter Schmetterling die Medaillen deutlich. Dafür stehen Roman Roman Mityukov und Flavio Bucca im Final.
Noè Ponti bei der Schwimm-EM in Paris.
Bild: Patrick B. Krämer/Keystone

Statt der ersten Goldmedaille im grossen Becken enden die 50 Meter Schmetterling bei den Europameisterschaften in Paris für Noè Ponti mit einer Enttäuschung. Der Tessiner verlor beim Start seine Brille und landete im Final quasi im Blindflug auf dem achten und letzten Platz. Gold holte sich der Russe Egor Kornew in 22,52 Sekunden, vor Maxime Grousset (22,54 Sek.) aus Frankreich und dem Russen Grigori Pekarski (22,68 Sek).

Er ist dreifacher Weltmeister, sechsfacher Europameister, Olympia-Dritter und ist mehrfach Weltrekord geschwommen. Doch alle seine Titel holte Noè Ponti auf der Kurzbahn. Nur die Goldmedaille im grossen Becken fehlt dem 25-Jährigen noch in seinem Palmarès. Bei den Weltmeisterschaften in Singapur im vergangenen Jahr hatte er zweimal Silber gewonnen. Zweimal musste sich Ponti Grousset geschlagen geben. Über 100 Meter fehlten 21 Hundertstelsekunden, über 50 Meter waren es 3 Tausendstelsekunden.

Nun verhinderte das Missgeschick mit der Brille einen Medaillengewinn Dabei hatte Ponti im Vorlauf überzeugt und in seinem Halbfinal die beste Zeit geschwommen. Eine Chance bietet sich ihm noch, am Mittwoch über 100 Meter Schmetterling. Der Final geht am Donnerstag über die Bühne.

MItyukov und Bucca im Final

Wie erwartet um eine Medaille schwimmt am Mittwoch Roman Mityukov. Der Olympia-Dritte von Paris 2024 qualifizierte sich über 200 Meter Rücken als Dritter seines Halbfinals für den Final. Seit Bronze vor sechs Jahren wartet der 26-jährige Genfer auf eine Medaille bei einer EM.

Völlig überraschend qualifizierte sich auch der Thurgauer Flavio Bucca für den Final. In 1:55,73 Minuten schwamm er noch einmal fast eine Sekunde schneller als im Vorlauf. Der 21-Jährige verbesserte seine persönliche Bestzeit in den letzten drei Monaten um sagenhafte drei Sekunden,

Alle anderen Schweizerinnen und Schweizer mussten bereits nach den Vorläufen die Segel streichen. Die Mixed-Staffel über 4x100 Meter Lagen mit Gaia Rasmussen, Gian-Luca Gartmann, Julia Ullmann und Antonio Djakovic klassierte sich unter 21 startenden Teams im 16. Rang und verpasste den Einzug in den Final der acht Besten um über fünf Sekunden.

Die 17-jährige Kay-Lyn Löhr, die erstmals an einem Grossanlass bei der Elite dabei war, scheiterte über 100 Meter Brust ebenso wie Balint Ashton, Mattia Mauri, Tiago Behar und Robin Yeboah über 100 Meter Freistil sowie Gaia Rasmussen und Julia Ullmann über 50 Meter Schmetterling.

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