Fussball-WM 2026

«Müssen nicht über den Titel oder die beste WM reden!» Das sagen die Schweizer nach dem unnötigen 1:1 gegen Katar

Ein Unentschieden wie eine Niederlage. So reagieren Trainer Yakin, Captain Xhaka, Akanji und Kobel auf den Rückschlag.

Granit Xhaka: «Wir müssen in den Spiegel schauen!»

Unzufrieden: Captain Granit Xhaka .
Bild: PETER KLAUNZER

«Im Fussball gibt es schöne Seiten und weniger schöne Seiten... Wir haben die Geduld verloren. Und wenn man das Tor vorne nicht macht, kriegt man es eben hinten. Wir müssen nun mit beiden Füssen auf den Boden kommen. Und die Realität verstehen: Wir müssen nicht über den Titel reden oder über die beste WM der Geschichte. Wir sind aktuell nicht so weit. Man darf träumen, ich tue das auch, aber man muss auch machen. Das ist der schwierige Part im Fussball. Wir müssen realisieren, was passiert ist, in den Spiegel schauen und klar sagen: Das war nicht genug! Es hatte definitiv auch mit Disziplin zu tun. Man muss auch einmal einfach akzeptieren, was der Trainer sagt. Nicht jeder muss das Gefühl haben, der <Showmaker> zu sein.»

Manuel Akanji: «Wir müssen einfach mehr Tore machen»

Manuel Akanji sieht keine fehlende Ernsthaftigkeit.
Bild: BENJAMIN FANJOY

«Das Argument gegen uns lautet: Effizienz. Ich glaube, wir hätten uns nicht noch mehr Torchancen erarbeiten können. Es waren wirklich klare Chancen, da müssen wir einfach mehr Tore machen. Schlussendlich spielen wir an einer WM. Und wenn man einem Gegner bis in die 94. Minute die Chance gibt, um ins Spiel zurückzukommen, dann passiert das halt irgendwann – wir sind einfach selbst Schuld. Ich denke aber nicht, dass die Ernsthaftigkeit das Problem war. Wir müssten mit 3:0 oder 4:0 in die Pause gehen, okay vielleicht 4:1, es hätte auch ein frühes Gegentor geben können. In der zweiten Hälfte haben wir viele Fehler gemacht. Es ist entscheidend, so eine Partie frühzeitig zu entscheiden.»

Gregor Kobel: «Vielleicht ist es gut, passiert das jetzt»

Torhüter Gregor Kobel versucht, positiv zu bleiben.
Bild: Toto Marti/Blick/freshfocus

«Wir haben es gespürt im ganzen Spiel, sie haben auf diesen einen Moment gewartet. Am Schluss machen sie das Tor gut. Es ist frustrierend jetzt, es tut extrem weh. Es zeigt: Alle Gegner haben Qualitäten und sind mit einem Grund an der WM. Es braucht Konzentration, Intensität und Zusammenhalt. Alle diese Floskeln, die halt wichtig sind. Wenn wir all das auf den Platz bringen, sind wir eine sehr gute Mannschaft. Aber es liegt an uns, das zu zeigen. Vielleicht ist es ja gut, dass so etwas im ersten Spiel passiert ist.»

Murat Yakin gegenüber SRF: «Müssen uns an der eigenen Nase nehmen»

Enttäuscht: Murat Yakin.
Bild: Toto Marti/Blick/freshfocus

«Ich will den Abend nicht auf das Resultat reduzieren. Es hat ein bisschen die Cleverness gefehlt, daraus müssen wir die Lehren ziehen. Wir kennen unsere Stärken. Aber heute waren wir zu wenig geduldig, haben zu viele Fehlpässe gespielt. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr traute sich der Gegner auch zu. Es schmerzt extrem. Vor allem die vergegebenen Chancen. Wir haben uns zu wenig belohnt für den Aufwand. Nun müssen wir als Mannschaft zusammenstehen und gestärkt rauskommen.»

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