
Nach dem 3:1-Heimsieg im Direktduell am vergangenen Dienstag in Zürich taten sich die Schweizerinnen an der türkischen Schwarzmeerküste schwer.
Die erste Halbzeit vor rund 10'000 Zuschauerinnen und Zuschauern verlief auf beiden Seiten ohne nennenswerte Torszenen und war von viel Stückwerk im Mittelfeld geprägt.
Crnogorcevic trifft nach langer Durststrecke
Kurz nach der Pause durften die Schweizerinnen dennoch jubeln. Quasi aus dem Nichts zog Ana-Maria Crnogorcevic in die Mitte und schloss von der Strafraumgrenze ab. Der Ball fand via Innenpfosten den Weg ins Netz.

Für die Rekordnationalspielerin war es ein bemerkenswerter Moment: Mit ihrem 75. Treffer für die Nati beendete sie eine lange Durststrecke. Ihr letztes Tor im Nationaldress hatte Crnogorcevic am 16. Juli 2024 beim 3:0-Sieg gegen Aserbaidschan erzielt.
Die Führung hielt jedoch nicht bis zum Schlusspfiff. In der 79. Minute vollendete Selen Altunkulak einen schnellen Konter der Türkinnen zum 1:1-Ausgleich und versetzte das Heimpublikum in Sinop in Ekstase. Die Schweizerinnen versuchten in der Folge zwar noch einmal zu reagieren und rannten an, konnten sich gegen die defensiv solidarischen Gastgeberinnen aber keine zwingenden Torchancen mehr erarbeiten.

Ausgangslage weiterhin gut
Damit gibt die Schweiz in dieser Qualifikation zum ersten Mal Punkte ab, während die Türkinnen im Gegenzug ihren allerersten Punkt überhaupt in der Geschichte gegen eine Schweizer Auswahl feiern dürfen.

Trotz des Unentschiedens bleibt die Ausgangslage für die Schweiz gut. Mit nun zehn Punkten aus vier Spielen behauptet das Team die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe 2 (Liga B) und hält die zweitplatzierten Türkinnen (7 Punkte) auf Distanz.
Da bei Punktgleichheit das direkte Duell zählt – welches die Schweiz dank des 3:1-Sieges im Hinspiel für sich entscheidet –, ist der Gruppensieg und die damit verbundene direkte Rückkehr in die Liga A der Nations League praktisch gesichert. Gleichzeitig verschafft sich die Schweiz mit dem Gruppensieg eine bessere Ausgangslage in der nächsten Runde der WM-Qualifikation.
Die endgültige Entscheidung fällt in den verbleibenden zwei Begegnungen: Am 5. Juni empfängt die Schweiz Malta, bevor am 9. Juni das Auswärtsspiel gegen Nordirland den Abschluss der Gruppenphase bildet. (sda)


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