Ein kurioses Goal des Länderspiel-Debütanten Jakub Melisko sorgte in Topolcany für einen Schweizer Fehlstart in die WM-Vorbereitung. Sein Schuss, der weit am Gehäuse vorbeigegangen wäre, wurde von Fabian Heldner unglücklich ins Tor abgelenkt. Das 1:3 folgte dann in der Schlussminute.

Rund 24 Stunden nach der Freistellung von Patrick Fischer zeigten die Schweizer im ersten Spiel mit Jan Cadieux als Chef an der Bande zunächst eine solide Leistung. Nach einem torlosen ersten Drittel erzielte Dario Rohrbach nach nur 20 Sekunden im mittleren Abschnitt und einem gewonnenen Zweikampf an der Bande die Führung.
Danach bauten sie aber deutlich ab. In der 29. Minute hatten sie bei einem Lattenschuss trotz nummerischer Überzahl noch Glück, drei Minuten später erwischte Matus Vojtech mit einem Trickschuss den Schweizer Goalie Leonardo Genoni zwischen den Beinen. Ansonsten war es aber der MVP der letzten WM, der weitere Gegentore mit starken Paraden verhinderte.
Noch fehlen viele mögliche WM-Akteure
Auf Schweizer Seite debütierten der Bieler Verteidiger Niklas Blessing und Ambri-Stürmer Miles Müller, der in der 9. Minute die erste gute Chance hatte. Grosse Bedeutung hat diese Niederlage in der slowakischen Provinz keine. Noch fehlen im Kader die Spieler aus der NHL und von den Playoff-Halbfinalisten. Neun weitere Vorbereitungsspiele stehen noch an, ehe es am 15. Mai an der WM in Zürich gegen die USA ernst gilt. Allerdings gilt es für die Schweizer auch, den Schock mit dem «Fall Fischer» zu verdauen. Erfolgserlebnisse würden dabei helfen.
Weiter geht es am Freitag mit einer zweiten Partie in der Slowakei, kommende Woche trifft man am Donnerstag und Freitag in Biel auf Ungarn.
Maulkorb für die Spieler
Bereits vor der Partie verkündete der Schweizerische Eishockeyverband, dass es am Freitagmorgen eine Pressekonferenz geben werde, in der Verbandspräsident Urs Kessler Stellung zur aktuellen Situation beziehe. Rund um das Testspiel in der Slowakei hat sich der Verband auch dazu entschieden, dass weder Spieler noch Staffmitglieder vor der morgigen Pressekonferenz Interviews geben dürfen.
So verkündete SRF in der Live-Übertragung kurz vor dem Start der Partie: «Um die Spieler zu schützen, gibt es heute keine Interviews für uns.» Und Moderator Lukas Ninck ergänzte: «Dies ist auch für uns eine spezielle Situation, welche wir bisher noch nicht erlebt haben.» (sda/riz)


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.