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Skirennsport

Er war einst das Vorbild von Marco Odermatt: Reto Schmidiger beendet seine Karriere

Slalom-Spezialist Reto Schmidiger beendet mit 32 Jahren überraschend seine Karriere. Der dreifache Junioren-Weltmeister begründet seinen Rücktritt mit der Erkenntnis, nicht mehr die gewünschten Leistungen erbringen zu können.
Reto Schmidiger posiert vor dem Slalom-Hang in Adelboden, seinem Lieblingsrennen im Weltcup.
Bild: Anthony Anex / Keystone (7. 1. 2022)

Slalom-Spezialist Reto Schmidiger beendet per sofort seine Karriere. Der 32-jährige Nidwaldner vom Skiklub Hergiswil gibt seinen Rücktritt vom Skirennsport, wie er auf Instagram verkündet.

«Bei der Vorbereitung auf die Europacup-Klassiker in Pozza di Fassa und Obereggen habe ich definitiv gespürt, dass meine Prioritäten und Gedanken nicht mehr in gewohntem Masse beim Rennsport sind. Leistungen und Resultate, wie ich sie mir vorstelle, sind für mich im Spitzensport nicht mehr möglich», schreibt Schmidiger auf Instagram.

Der Entschluss, die Karriere zu beenden, sei in den letzten Wochen gereift. «Ich habe viel über meine sportliche Vergangenheit und Zukunft nachgedacht. Noch sehr präsent ist der harte Weg zurück an die Spitze, welcher in der letzten Saison mit Einsätzen auf der Weltcupbühne belohnt wurde. Eine weitere bleibende Erinnerung meiner Karriere, verbunden mit der grossen Freude, dass ich diesen speziellen Moment nochmals mit euch teilen konnte», schreibt Schmidiger weiter.

Schmidiger erzielte sein bestes Weltcupresultat 2011 im Slalom auf der Lenzerheide als Achter. Dazu kommen drei Top-10-Platzierungen bei 93 Starts im Weltcup. An den Junioren-Weltmeisterschaften 2010 und 2011 holte er im Slalom und in der Kombination drei Goldmedaillen. Dazu kommt eine Bronzemedaille.

Schmidiger wurde immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Als er im Frühling 2022 den A-Kader-Status bei Swiss-Ski einbüsste, machte er auf eigene Kosten weiter. Im Dezember 2023 gewann er den Europa-Cup-Slalom in Obereggen und kehrte darauf in den Weltcup zurück. Bei fünf Starts erreichte er jedoch nichts Zählbares.

Sein letztes Rennen absolvierte der 32-Jährige am 24. November im Europa-Cup in Levi. Dort fuhr er auf Rang 20. Letztmals Weltcup-Punkte holte er 2022 in Wengen, als er auf Rang 23 fuhr.

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