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Pferderennen Aarau: Findet die Enattof-Story eine Fortsetzung?

Am Sonntag startet im Aarauer Schachen die diesjährige Rennsaison. Im Mai-Preis geht der «ewige Sieger» Enattof wohl erneut als Favorit an den Start.
Vor gut einem Monat kam Enattof in Avenches bei seinem bisher einzigen Start im Jahr 2026 als Dritter ins Ziel.
Bild: Ueli Wild

Kein Pferd hat sich in den letzten Jahren im Aarauer Schachen bei den Rennen für die Elite der Traber derart eindrücklich in Szene gesetzt wie Enattof. So hat der nun zwölfjährige Hengst der Ecurie Turrettini 2025 alle drei Rennen, die er in Aarau bestritt, klar zu seinen Gunsten entschieden. Am augenfälligsten war seine Überlegenheit im Mai-Preis, wo er satte fünf Längen vor dem zweitplatziertem Gitano ins Ziel kam.

Am Sonntag, wenn auch im Schachen die Rennsaison 2026 beginnt, bildet eben dieser mit 10'000 Franken dotierte Mai-Preis wieder das Hauptereignis des Tages. Und vermutlich wird der «ewige Sieger», Enattof, gefahren von seinem Züchter und Besitzer Henri Turrettini, auch diesmal als Favorit an den Start kommen.

Dafür gibt es gute Argumente, auch wenn der amtierende Meister der Traber beim bisher einzigen Start im laufenden Jahr, Anfang April in Avenches, nicht über einen dritten Platz hinauskam – über sieben Längen hinter dem überlegenen Sieger Fire Cracker.

Aber dieses Rennen wurde auf Sand gelaufen, und im Schachen, auf Gras und bei den engen Radien, ist plötzlich alles ganz anders. Im Übrigen blieb Enattof in Avenches immerhin gut eine Länge vor Gitano.

Fire Cracker sucht die Bestätigung auf Gras

Dieser muss am Sonntag gegenüber Enattof und sechs weiteren Pferden ein kleines Handicap wettmachen: Er muss aus der hinteren Reihe starten – gleich wie Fire Cracker, gefahren vom Champion-Driver Xavier Bovay.

Fire Cracker ist auf Sand wohl der aktuell beste Traber in der Schweiz, auf Gras hat er diese Einschätzung bisher aber nicht bestätigt. In der Meisterschaft 2024 wurde er im Schachen Vierter zu Enattof. Im Juni 2025, in Frauenfeld, wurde er disqualifiziert und belegte dann in der Trophée Vert in Avenches den zweiten Platz zu Gitano.

Gespannt sein darf man auf das Schweizer Debüt von Greco Bello (Besitzer Roland Müller, Trainer und Fahrer Marc-André Bovay). 22 Siege und 42 Plätze bei 80 Starts in Frankreich sind eine Referenz. Umgerechnet gut eine halbe Million Franken beträgt seine Gewinnsumme. In Vincennes realisierte er schon eine Kilometerreduktion von 1:09,7.

Aber kommt der 10-jährige Wallach mit dem Schachen zurecht? Falls ja, ist er ein ernsthafter Sieganwärter. Immerhin lief er in Frankreich elfmal auf Gras. Vor einem Jahr wurde er in Tours auf der grünen Unterlage noch Zweiter.

Gilmour, der andere Neuzuzüger aus Frankreich, scheint aufgrund der aktuellen Formen weniger zwingend zu sein. Dann ist wohl eher dem Bahnspezialisten High Noon oder dem formstarken Inverno N Caviar ein gutes Platzgeld zuzutrauen.

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