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Olympia-Skiathlon

«Kurzzeitig ging's um Bronze»: Nadja Kälin läuft im Skiathlon auf Rang vier

Was die Engadinerin mit ihrem vierten Platz im olympischen Skiathlon erreicht hat, ist herausragend: Erst einmal war eine Schweizerin in einem Einzelrennen so gut klassiert.
Nadja Kälin verpasst das Podest nur knapp.
Bild: Freshfocus

Starker Samstag, durchzogener Sonntag: Das Schweizer Langlaufteam hat zum Auftakt der olympischen Rennen in Tesero Hochs und Tiefs erlebt. Das Husarenstück lieferte am Samstag Nadja Kälin im Skiathlon. Als die Engadinerin auf dem Schlussanstieg die Finnin Nerttu Niskanen und die Norwegerin Astrid Lind einfach stehen liess, war auch der Stadionspeaker beeindruckt: «Incredibile, Ka-linn!»

Die 24-Jährige zog ihr Rennen durch und lief mit einer Jubelgeste als Vierte ins Ziel. Schneller waren nur die beiden Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Andersson sowie die Norwegerin Heidi Weng, die sich schon zuvor deutlich abgesetzt hatten.

Erst einmal war eine Schweizer Langläuferin in einem olympischen Einzelrennen so gut klassiert. Christina GIlli-Brügger erreichte 1988 über 20 km Skating ebenfalls den vierten Rang.

«Ich kann mich auf meine Schlussstärke verlassen»

Gegen die ersten drei war am Ende nichts auszurichten. Wobei: «Kurzzeitig ging es sogar um Bronze», sagte Kälin im Ziel. Und zwar in der ersten Rennhälfte in der klassischen Technik, als sie zusammen mit Heidi Weng zur drittplatzierten Lind aufschloss. Nach dem Skiwechsel aber lag Kälin auf Rang acht. «Im Skating wusste ich dann, dass ich nicht zu viel führen darf und mich auf meine Stärke zum Schluss verlassen kann.» Es war auch taktisch eine reife Leistung.

Nadja Kälin ist im Schlussaufstieg unwiderstehlich.
Bild: Barbieri/NordicFocus/freshfocus

Kälin unterstreicht mit dem Resultat ihre Stärke, just auf Grossanlässe bereit zu sein. Vor einem Jahr an der WM in Trondheim belegte sie die Einzelränge 8, 6 und 8. Für das 10-km-Rennen macht das Hoffnung.

Der Auftakt ist ganz grundsätzlich ein Mumm-Macher für das Schweizer Team, denn nicht nur der Formaufbau, sondern auch das Material habe gepasst und einiges zur starken Leistung beigetragen, sagte Kälin. Die Männer konnten am Sonntag im Skiathlon jedoch nicht im gleichen Masse nachziehen. Zwar war Nicola Wiggers 30. Platz bei seinem ersten Olympiarennen eine persönliche Erfolgsmeldung. Der Toggenburger Beda Klee aber erwischte einen schlechten Tag, musste schon früh eine langsamere Pace anschlagen und lief als 46. ins Ziel, viereinhalb Minuten hinter dem Sieger Johannes Kläbo.

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