Nach dem ersten Training für die Olympiaabfahrt in Bormio war Niels Hintermann angesäuert. Der Zürcher ärgerte sich, dass sein Teamkollege Alexis Monney von den Trainern für das Rennen gesetzt wurde. Und das, obwohl Monney in diesem Winter in keiner Abfahrt auf dem Podest stand.

«Ich verstehe die drei Herren (Swiss-Ski-Alpindirektor Hans Flatscher, Männercheftrainer Tom Stauffer und Abfahrtstrainer Reto Nydegger; die Red.) nicht. Das wurde, seit ich dabei bin, nie so gemacht. Das ist für mich unverständlich», schimpfte Hintermann im Ziel.
Der 30-Jährige duelliert sich nun im zweiten Training am Donnerstag mit Stefan Rogentin um den letzten Schweizer Startplatz für die Abfahrt. Marco Odermatt und Franjo von Allmen sind schon lange gesetzt. Dieser Entscheid war unumstritten.
Hintermann stellt vieles klar
Als der erste Ärger verraucht war, entschuldigte sich Niels Hintermann in den sozialen Medien für seine Äusserungen. Auf Instagram schrieb er: «Im Ziel ist mir der Moment entglitten. Die Emotionen waren echt, aber meine Reaktion war nicht okay. Das tut mir aufrichtig leid.»
Hintermann stellte auch klar, dass sich sein Ärger nicht gegen Monney oder Rogentin richtete. «Ganz im Gegenteil. Ich habe keinerlei schlechtes oder feindliches Gefühl ihnen gegenüber. {...} Sie haben und hätten den Startplatz sehr verdient.»
Hintermann legte im Anschluss nochmals dar, warum er sich geärgert hatte: «Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich in einer Qualifikation um einen Platz kämpfen werde – einfach in einer anderen Konstellation.»



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