Berglauf

Ohne Langlaufski zum Berglauf-Triumph: Nadine Fähndrich gewinnt den Göpfi-Lauf

Langläuferin Nadine Fähndrich trat für einmal in einer anderen Disziplin an. Und das ziemlich erfolgreich. Die 29-Jährige gewann den Göpfi-Lauf.
Das Schweizer Langlauf-Aushängeschild Nadine Fähndrich.
Bild: Modica/Nordicfocus

Um 9 Uhr fiel der Startschuss am vergangenen Sonntag. Bei strahlendem Sonnenschein fand die 22. Austragung des Göpfi-Laufs von Schwarzenberg aufs Mittaggöpfi statt. Das auf 44 Läuferinnen und Läufer limitierte Teilnehmerfeld nahm die 14,2 Kilometer lange Strecke in Angriff, die es insbesondere auf den letzten fünf Kilometern in sich hat: Ab Eigenthal Unterlauelen bis zum Ziel auf 1917 Meter über Meer sind rund 850 der insgesamt 1100 Höhenmeter zu bewältigen. Die sommerlichen Temperaturen stellten dabei eine zusätzliche Herausforderung dar.

Frauenrennen: Start-Ziel-Sieg für Nadine Fähndrich

Bei den Frauen war die Entscheidung früh gefallen. Nadine Fähndrich, Mitglied des Schweizer Langlauf-Nationalteams und im Eigenthal aufgewachsen, setzte sich direkt nach dem Start ab und lief einen souveränen Start-Ziel-Sieg in 1:42:07 heraus. OK-Präsident Willy Wobmann zeigte sich erfreut: «Es hat uns sehr gefreut, dass Nadine unseren Lauf in ihren Trainingsplan für den Winter integrieren konnte.»

Auch die weiteren Podestplätze waren früh bezogen: Ursina Brunner aus Stans-Oberdorf belegte Rang 2 in 1:43:20, gefolgt von Nadja Schmid aus Malters auf Platz 3 mit einer Zeit von 1:48:25. Alle drei Läuferinnen behaupteten ihre Positionen bis ins Ziel.

Die Teilnehmenden des Göpfi-Laufs.
Bild: Markus Schröter

Männerrennen: Sven Buholzer setzt sich durch

Bei den Männern setzten sich Lukas Schmid aus Malters und Sven Buholzer aus Schwarzenberg früh vom Feld ab. Während Lukas Schmid zunächst das Tempo bestimmte, übernahm Sven Buholzer nach etwa fünf Kilometern im Eigenthal die Führung und konnte sich kontinuierlich absetzen. Er erreichte das Ziel auf dem Mittaggöpfi nach 1:23:30 solo und wiederholte seinen Vorjahressieg.

Kurz vor dem Schlussanstieg überholte Lukas Frei aus Attinghausen den bis dahin zweitplatzierten Lukas Schmid und sicherte sich Rang 2 in 1:26:02. Lukas Schmid komplettierte das Podest mit einer Zeit von 1:29:23.

Ein gelungenes Event dank grossem Einsatz

Willy Wobmann zog nach dem Anlass ein positives Fazit: «Der Göpfi-Lauf richtet sich an Athletinnen und Athleten aus dem Spitzen- und Breitensport gleichermassen. Es freut uns sehr, dass alle Teilnehmenden die Strapazen trotz der warmen Temperaturen gut gemeistert und das Ziel wohlbehalten erreicht haben.»

Da das Ziel nur zu Fuss erreichbar ist, mussten Ersatzkleider und Verpflegung von Helferinnen und Helfern auf das Mittaggüpfi getragen werden. Über 40 engagierte Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, um diesen besonderen Lauf-Event zu ermöglichen. (pd)

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