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UNGLÜCK

Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Weltcuprennen sollen wie geplant stattfinden

Ende Januar und Anfang Februar sind in Crans-Montana drei Weltcuprennen geplant. Trotz der Brandkatastrophe sollen die zwei Abfahrten und der Super-G wie geplant durchgeführt werden – allerdings könnte das Rahmenprogramm angepasst werden. Darüber wird auch im Berner Oberland diskutiert.

In weniger als vier Wochen sollen in Crans-Montana Ski-Weltcuprennen stattfinden. Nach der Brandkatastrophe in der Neujahrsnacht sitzt der Schock im Wallis weiterhin tief.

Trotzdem wird aktuell alles für die drei Speedrennen (zwei Rennen der Frauen und eines der Männer) vom 30. Januar bis 1. Februar vorbereitet. «Die gesamte Gemeinschaft von Crans-Montana ist von diesem tragischen Ereignis zutiefst betroffen. Wir möchten einen Moment innehalten und in Gedanken bei den Familien sowie allen involvierten Mitarbeitenden sein», sagt Daniel Bollinger, Geschäftsleitungsmitglied und COO der Veranstaltung, gegenüber dem Tages-Anzeiger, und führt weiter aus: «Die Vorbereitungen für die kommenden Rennen werden planmässig fortgesetzt.» Aktuell wird die Piste in Crans-Montana präpariert.

Das Weltcuprennen in Crans-Montana wird stattfinden.
Bild: Cyril Zingaro

Bereits am 13. und 14. Januar finden zwei Europacup-Slaloms der Männer statt. Die kommenden Weltcuprennen dienen als Hauptprobe für die Weltmeisterschaft, welche im nächsten Jahr in Crans-Montana stattfinden wird.

Denkbar ist allerdings eine Anpassung des Rahmenprogramms. Geplant wären unter anderem ein Auftritt von Sänger Bastian Baker und auch die Startnummernauslosungen und Siegerehrungen sollen im Dorf stattfinden. Zusätzlich sollen noch einige DJs auflegen. Ob das alles tatsächlich auch stattfindet, ist noch unklar. Aktuell befindet sich das Organisationskomitee im ständigen Austausch mit den Behörden.

Auch bei den kommenden Klassikern in Adelboden (10. und 11. Januar) und Wengen (16. bis 18. Januar) wird über eine Anpassung rund um die Rennen nachgedacht. Christian Haueter, der Geschäftsführer der Rennen in Adelboden, sagt gegenüber dem Blick: «Wie wir das Rahmenprogramm umgestalten, kommunizieren wir bis spätestens Mittwoch. Die Planung ist aktuell noch nicht abgeschlossen. Wir möchten der schweren und tragischen Situation Rechnung tragen.»

Da am Freitag der nationale Trauertag ist, wird dann das Rahmenprogramm ruhiger und kürzer durchgeführt. Zusätzlich wird es an den Renntagen zu Gedenkmomenten kommen und es wird beim Weltcup-Gelände durch die Evangelische Allianz Adelboden ein Ort der Stille eingerichtet.

Ähnlich klingt es bei den Verantwortlichen der Lauberhornrennen. «Auch in Wengen nimmt man die Brandkatastrophe mit Schrecken zur Kenntnis. Wie und ob wir Party machen, können wir aktuell jedoch noch nicht sagen. Jetzt im Verlauf der Woche wird eine Auslegeordnung gemacht. Der Entscheid wird im Anschluss kommuniziert», sagt der Medienverantwortliche Christoph Leibundgut ebenfalls gegenüber dem «Blick». Von der Gemeinde Lauterbrunnen wurden bereits verstärkte Kontrollen in den Gastrobetrieben angekündigt.

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